Schutzmassnahmen Importe aus der EU

Im Tier- und Warenverkehr mit der EU ergreift die Schweiz keine Schutzmassnahmen. Aus seuchenpolizeilichen Gründen kann es jedoch in der EU, wie in der Schweiz Einschränkungen geben, welche die normalen Vorschriften übersteuern.

Im Tier- und Warenverkehr mit der EU ergreift die Schweiz normalerweise keine Schutzmassnahmen. Aufgrund der bilateralen Abkommen sorgen die zuständigen Behörden des „Ursprungsmitgliedstaates" dafür, dass beim Versand in die Schweiz die gleichen Sicherheitsmassstäbe angewendet werden, wie beim „inner- gemeinschaftlichen Verkehr". Insbesondere dürfen keine Tiere oder „potenziell gefährliche" Erzeugnisse tierischer Herkunft aus Seuchengebieten stammen.

Schutzmassnahmen Einfuhr Tiere und Produkte tierischer Herkunft aus der EU  

Die Veterinärbehörde des jeweiligen Mitgliedstaates gibt Auskunft, ob das Bestimmungsgebiet seuchenpolizeilichen Einschränkungen untersteht. Diese gelten auch für vorübergehende Ausfuhren von Tieren, z.B. zur Sömmerung im benachbarten Ausland. Wer solche Einschränkungen nicht beachtet, riskiert, dass die betreffenden Tiere (oder Waren) das Gebiet nicht mehr verlassen können. Dies gilt auch für die Rückkehr in die Schweiz und ungeachtet der „normalerweise geltenden Einfuhrbedingungen".

Wenn Ausbrüche von hochansteckenden Seuchen in Mitgliedstaaten ein bestimmtes Gefahrenpotential überschreiten, erlässt das BLV eigene „Schutzverordnungen“:

Aviäre Influenza: Bulgarien

Kleiner Beutenkäfer: Italien

Bluetongue: Einfuhr Wiederkäuer, Samen und Embryonen aus Restriktionszonen

Klassische Schweinepest (KSP): Bulgarien, Kroatien, Lettland, Rumänien

Dermatitis nodularis (LSD): Bulgarien, Griechenland, Kroatien

Chronic wasting disease (CWD): Norwegen, Schweden, Finnland

Infektiöse Anämie der Einhufer (EIA): Rumänien

Weitere Informationen

Letzte Änderung 19.03.2019

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https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/import-und-export/geltende-schutzmassnahmen/eu.html