Schutzmassnahmen Importe aus der EU

Im Tier- und Warenverkehr mit der EU ergreift die Schweiz keine Schutzmassnahmen. Aus seuchenpolizeilichen Gründen kann es jedoch in der EU, wie in der Schweiz Einschränkungen geben, welche die normalen Vorschriften übersteuern.

Aktuell

Aviäre Influenza: Bulgarien und Ungarn

Seit Jahresbeginn wurden in Europa mehrere Ausbrüche von hochpathogener Aviärer Influenza des Subtyps H5N8 festgestellt. Mitgliedstaaten der EU legen um betroffene Geflügelbetriebe Schutz- und Überwachungszonen nach Richtlinie 2005/94/EG fest. Die Geltungsdauer dieser Zonen wird im Durchführungsbeschluss (EU) 2020/47 geregelt und bei Bedarf aktualisiert. Die aktuelle Situation zeigt die Karte auf der Webseite der EU. Einige Ausbrüche in Ungarn liegen so nahe an der Grenze zu Rumänien, dass auch dort Überwachungszonen festgelegt worden sind.

(17.02.2020)

Afrikanische Schweinepest (ASP): Belgien, Bulgarien, Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Italien (Sardinien), Slowakei und Ungarn

ASP Virus Verbreitung

(18.02.2020) 

Im Tier- und Warenverkehr mit der EU ergreift die Schweiz normalerweise keine Schutzmassnahmen. Aufgrund der bilateralen Abkommen sorgen die zuständigen Behörden des „Ursprungsmitgliedstaates" dafür, dass beim Versand in die Schweiz die gleichen Sicherheitsmassstäbe angewendet werden, wie beim „inner- gemeinschaftlichen Verkehr". Insbesondere dürfen keine Tiere oder „potenziell gefährliche" Erzeugnisse tierischer Herkunft aus Seuchengebieten stammen.

Schutzmassnahmen Einfuhr Tiere und Produkte tierischer Herkunft aus der EU  

Die Veterinärbehörde des jeweiligen Mitgliedstaates gibt Auskunft, ob das Bestimmungsgebiet seuchenpolizeilichen Einschränkungen untersteht. Diese gelten auch für vorübergehende Ausfuhren von Tieren, z.B. zur Sömmerung im benachbarten Ausland. Wer solche Einschränkungen nicht beachtet, riskiert, dass die betreffenden Tiere (oder Waren) das Gebiet nicht mehr verlassen können. Dies gilt auch für die Rückkehr in die Schweiz und ungeachtet der „normalerweise geltenden Einfuhrbedingungen".

Wenn Ausbrüche von hochansteckenden Seuchen in Mitgliedstaaten ein bestimmtes Gefahrenpotential überschreiten, erlässt das BLV eigene „Schutzverordnungen“.

Blauzungenkrankheit: Schweiz, Frankreich, Deutschland und weitere Mitgliedstaaten der EU

Schweiz: Die Blauzungenzone für die Blauzungenkrankheit des Serotyps 8 umfasst die gesamte Schweiz. Die vektorfreie Zeit dauert vom 1. Dezember bis 31. März.

Die Ausfuhr aus der Schweiz in Mitgliedstaaten der EU und nach Norwegen ist in der Verordnung des BLV über Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Blauzungenkrankheit geregelt. Diese orientiert sich an der Verordnung Nr. 1266/2007 der EU-Kommission.

Die Einfuhr und Durchfuhr aus Mitgliedstaaten der EU und Norwegen ist in der Verordnung Nr. 1266/2007 geregelt.

Betroffene Mitgliedstaaten der EU: Die EU-Kommission stellt eine Karte und eine Liste über Bekämpfungsmassnahmen zur Verfügung. Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten informieren die Öffentlichkeit über die aktuell geltenden Sperrzonen und die auftretenden Serotypen.

Frankreich:

Deutschland:

 
 

Kleiner Beutenkäfer: Italien

Klassische Schweinepest (KSP): Bulgarien, Kroatien, Lettland, Rumänien

Dermatitis nodularis (LSD): Bulgarien, Griechenland

Chronic wasting disease (CWD): Norwegen, Schweden, Finnland

Infektiöse Anämie der Einhufer (EIA): Rumänien

Weitere Informationen

Letzte Änderung 02.07.2020

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https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/import-und-export/geltende-schutzmassnahmen/eu.html