Schaf- und Ziegenpocken

Die Schaf- und Ziegenpocken sind eine hochansteckende Viruserkrankung der kleinen Wiederkäuer. Charakteristisch dafür sind Hautveränderungen. Die Krankheit ist für den Menschen nicht gefährlich.

Typisch für die Krankheit sind Knötchen an Lippen, Augen, Nase, Euter sowie an und um die Geschlechtsteile. Diese Knötchen werden zu Bläschen, brechen auf und bilden Krusten. Charakteristisch sind zudem Fieber, Speicheln, Nasen- und Augenausfluss sowie erschwerte Atmung. 

Es sind zwei verschiedene Verlaufsformen der Krankheit bekannt:

  • An der bösartigen Form erkranken vor allem Lämmer und 50–80 % davon sterben.   
  • An der milden Form erkranken vor allem erwachsene Tiere und 2–5 % davon sterben.

Ansteckung und Verbreitung

Der Erreger, ein Virus der Gattung Capripoxvirus, kann in eingetrockneten Krusten bis zu 6 Monate überleben.

Die Krankheit wird meistens durch direkten Tierkontakt übertragen. Das Virus ist im Nasen- und Augenausfluss enthalten und wird damit ausgeschieden. Ebenso enthalten Knötchen und Krusten grosse Mengen des Virus.

Übertragungen über die Luft, durch Einatmen von Krustenmaterial, indirekt über Geräte oder stechende Insekten kommt ebenfalls vor.

Die Krankheit kommt in Ländern Nordafrikas, Asiens und Osteuropas vor. In den letzten Jahren gab es Ausbrüche in der Türkei, in Griechenland und Bulgarien. In der Schweiz ist die Krankheit nie aufgetreten. Die Schweiz ist amtlich anerkannt frei von der Krankheit.

Was tun?

  • Gut auf die Hygiene achten.
  • Die Tiere so gut wie möglich vor stechenden Insekten schützen.

Impfstoffe gegen die Krankheit existieren, sind aber in der Schweiz verboten.

Die Schaf- und Ziegenpocken ist eine hochansteckende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt/der Bestandestierärztin melden.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 04.10.2018

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