Vogelgrippe: aktuelle Situation in der Schweiz

Im Herbst/Winter 2016/17 kam es zu einem der grössten Seuchenzüge in Europa, verursacht durch ein hochpathogenes Aviäres Influenzavirus H5N8. Bei diesem Virusstamm ist nicht bekannt, dass Menschen dafür empfänglich sind.

In der ganzen Schweiz wurden im Rahmen dieses Ausbruchs mehr als 100 positive Wildvögel gefunden. Nutzgeflügel war in der Schweiz - im Unterschied zu vielen EU-Ländern - nicht betroffen. Der letzte Nachweis von H5N8 bei Wildvögeln war im September 2017 (siehe Grafik).

Die Untersuchung von toten und kranken Wildwasservögeln ist von zentraler Bedeutung. Die Bevölkerung wird gebeten, Funde von toten oder kranken Wildwasservögeln einem Wildhüter oder dem zuständigen Veterinäramt zu melden, welche entsprechende Untersuchungen veranlassen.

In der Excel-Liste ist ersichtlich, wo wie viele Wildvögel mit welchem Ergebnis untersucht wurden. Zuletzt wurde im Dezember 2017 ein kranker Schwan am Bielersee entdeckt, der mit dem Vogelgrippevirus H5N6 infiziert war.

Grafik AI Wildvögel, Stand 24.04.2018

Vogelgrippe-Fälle 2017

Bild 1: Fundstellen betroffener Wildvögel in der Schweiz seit 01.07.2017
Bild 2: Anzahl Geflügel pro Schweizer Gemeinde

Fälle der Vogelgrippe in Europa seit 01.06.2017

AI Fälle in Europa seit 01.06.2017

Verhinderung der Einschleppung der Aviären Influenza aus betroffen Mitgliedsstaaten der EU

Wenn Mitgliedstaaten der EU von einem Ausbruch der Vogelgrippe betroffen sind, ergreifen sie gemäss der EU-Richtlinie 2005/94/EG erforderliche Massnahmen der Tierseuchenbekämpfung. Dies dient der Verhinderung der Weiterverbreitung der Tierseuche. Zu den Massnahmen gehören die Einschränkung des Tier- und Warenverkehrs in einem bestimmten Radius (Schutz- und Überwachungszonen). Diese Zonen werden von der EU im Durchführungsbeschluss (EU) 2017/247 festgelegt. Der Durchführungsbeschluss wird je nach Entwicklung der Seuche regelmässig aktualisiert. Die Schweiz ihrerseits erlässt aus Gründen der Rechtssicherheit eine entsprechende Verordnung über Massnahmen zur Verhinderung der Einschleppung der Aviären Influenza aus betroffenen Staaten der EU, die ebenfalls laufend aktualisiert wird.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 09.04.2018

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