Vogelgrippe: aktuelle Situation in der Schweiz

Aktuell

Vogelgrippe in der Schweiz – Ende der Präventionsmassnahmen

Seit Anfang März sind die Temperaturen milder geworden. Die meisten Zugvögel haben ihre Winterquartiere verlassen und das Ansteckungsrisiko für Hausgeflügel sinkt. Die Zahl der von der Vogelgrippe betroffenen Zugvögel ist zudem in ganz Europa stark zurückgegangen. Aus diesen Gründen hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) beschlossen, ab Samstag, 18. März 2017 die Präventionsmassnahmen aufzuheben.

(17.03.2017) 

Die Präventionsmassnahmen waren seit dem 12. November 2016 in Kraft. Bis heute ist in der Schweiz kein Fall von betroffenem Hausgeflügel festgestellt worden. Doch auch nachdem die Zugvögel weggeflogen sind, besteht ein Restrisiko, falls Wildvögel in Kontakt mit Hausgeflügel kommen. Zur Vermeidung jeglichen Kontakts zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel wurde mit den Präventionsmassnahmen ein getrennter Zugang zu Futter und Tränke verlangt.

Die Schweiz hatte im Vergleich zu Europa viele von der Vogelgrippe betroffene Wildvögel, aber sie war eines der wenigen Länder, die keine positiven Fälle von Hausgeflügel zu verzeichnen hatten. Die Struktur der Einrichtungen der Geflügelhaltung, die rasch ergriffenen Präventionsmassnahmen und die geringe Zahl der Zuchtschwimmvögel haben vermutlich zu dieser Situation beigetragen. Zudem scheinen die Zugvögel den Winter an den Schweizer Seen zu verbringen und das Land nicht in aufeinanderfolgenden Wellen zu durchqueren, wie sie dies auf den grossen Migrationsachsen tun.

Es ist zu erwarten, dass sich die Vogelgrippe in Europa in den nächsten Jahren wieder ausbreitet, weshalb nachhaltige Lösungen für das Hausgeflügel geprüft werden müssen. 

Vogelgrippe-Fälle 2016/2017

Bild 1: Fundstellen betroffener Wildvögel in der Schweiz
Bild 2: Anzahl Geflügel pro Schweizer Gemeinde
Bild 3: Fälle der Vogelgrippe in Europa seit 19.10.2016

Auswirkungen auf den Tier- und Warenverkehr mit der EU

Wenn Mitgliedstaaten der EU von einem Ausbruch der Vogelgrippe betroffen sind, ergreifen sie gemäss der EU- Richtlinie 2005/94/EG erforderliche Massnahmen der Tierseuchenbekämpfung. Dies dient der Verhinderung der Weiterverbreitung der Tierseuche. Zu den Massnahmen gehören die Einschränkung des Tier- und Warenverkehrs in einem bestimmten Radius (Schutz- und Überwachungszonen). Diese Zonen werden von der EU im Durchführungsbeschluss (EU) 2017/274 festgelegt. Der Durchführungsbeschluss wird je nach Entwicklung der Seuche regelmässig aktualisiert. Die Schweiz ihrerseits erlässt aus Gründen der Rechtssicherheit eine entsprechende Verordnung über Massnahmen zur Verhinderung der Einschleppung der Aviären Influenza aus betroffenen Staaten der EU, die ebenfalls laufend aktualisiert wird.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 20.03.2017

Zum Seitenanfang

Kontakt

Auskunft für Privatpersonen

Tel.
+41 58 463 30 33

Kontaktinformationen drucken

https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/tiere/tierseuchen/uebersicht-seuchen/alle-tierseuchen/ai/ai-aktuell.html