Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei allen Arten von Schweinen, inklusive Wildschweine. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich. Unspezifische Symptome, therapieresistentes Fieber und gehäufte Tierabgänge sind schweinepestverdächtig und müssen abgeklärt werden. 

Aktuelle internationale Situation

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Afrikanische Schweinepest: Ein neuer Ausbruch in Polen (grenznah zu Deutschland), weitere Fälle in Europa und Südostasien.

 

 
 
 
 
 
 
Wildschweine

Situation in der Schweiz

Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen – spezifische Bekämpfungsmassnahmen für den Fall eines Ausbruchs

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Europa aus und könnte eines Tages auch die Schweiz erreichen. Aus diesem Grund setzt das BLV am 2. September neue technische Weisungen in Kraft. Wird ein befallenes Tier gefunden, müssen die in der Weisung vorgesehenen Massnahmen die Ausbreitung der Seuche im einheimischen Wildschweinbestand eindämmen und so die Übertragung des Virus auf Hausschweine verhindern.

Informationsmaterial über Vorsichtsmassnahmen

Für Reisende: 

Für Jäger: 

Für Schweinehalter:

Die Seuche breitet sich in Europa aus und könnte eines Tages auch die Schweiz erreichen. Das BLV verfolgt die Entwicklung laufend und informiert die Tierhaltenden und die Tierärzteschaft über die aktuelle Situation.

Um die Einschleppung der Seuche in die Schweiz zu verhindern, hat das BLV die Einfuhr von lebenden Schweinen, Genetikprodukten, Fleisch, Fleischprodukten und tierischen Nebenprodukten von Schweinen aus betroffenen Regionen eingeschränkt.

Ansteckung und Verbreitung

Der Seuchenerreger wird durch direkten Tierkontakt übertragen, deshalb können auch Wildschweine die Seuche verbreiten. Da das Virus in der Umwelt und in schweinefleischhaltigen Produkten lange ansteckend bleibt, kann der Erreger zudem auch indirekt über Geräte und Transportfahrzeuge verschleppt oder durch weggeworfene, erregerhaltige Fleischabfälle übertragen werden.

ASP Virus Verbreitung

Die Krankheit ist seit langem in gewissen afrikanischen Ländern wie auch auf Sardinien verbreitet. 2007 trat sie in Georgien auf und breitete sich dann in Russland und im östlichen Teil der EU aus. Die tschechische Republik ist das einzige von ASP betroffene Land, das die Krankheit ausrotten konnte.

Was tun? 

  • Das BLV empfiehlt Privatpersonen dringend, auf das Mitbringen von Schweinefleischprodukten zu verzichten, wenn sie aus von ASP betroffenen Ländern in die Schweiz zurückkehren. Die zuständigen Behörden in den betroffenen Ländern geben den Lebensmittelbetrieben Anweisungen, welche Produkte in andere Länder versendet werden dürfen und welche nicht. Privatpersonen, die selber dort einkaufen, sehen jedoch nicht, ob sie Produkte kaufen, die nur für den Konsum im betroffenen Land bestimmt sind. Von diesen Produkten geht trotz Vorsichtsmassnahmen ein höheres Risiko aus, dass sie den Seuchenerreger enthalten.
  • Speisereste sollen grundsätzlich nur in geschlossenen Müllbehältern entsorgt werden.
  • Aufgrund der Entwicklung ist eine erhöhte Aufmerksamkeit bei Tierhaltenden, Tierärzten, der Jägerschaft und der Wildhut nötig.
  • Bei unklaren Anzeichen, aber ohne dringenden Seuchenverdacht können auch nicht-amtliche Tierärzte nach telefonischer Rücksprache mit dem IVI Proben nehmen, um eine Ausschlussuntersuchung durchführen zu lassen. Dabei müssen keine seuchenpolizeilichen Massnahmen gemäss Tierseuchenverordnung Art. 84 ergriffen werden.

Es existiert kein Impfstoff gegen die Krankheit.

Symptome

Die Symptome unterscheiden sich je nach Verlaufsform:

  • Akuter Verlauf: Bei mehreren Tieren hohes Fieber, plötzliche Todesfälle, Blauverfärbung der Ohrspitzen und Extremitäten, Blutungen auf der Haut.
  • Chronischer Verlauf: Bei mehreren Tieren unspezifische klinische Symptome wie Fieber, Kümmern, Durchfall, Aborte, schlechte Mastleistung, Hautrötungen und Blutungen, gehäufte Infektionen mit Tierverlusten im Bestand.

Bei diesen Symptomen muss sofort der Bestandestierarzt benachrichtigt werden, damit ein Seuchenverdacht abgeklärt werden kann!

Ausschlussuntersuchung

Bei unklaren Anzeichen, welche an die Afrikanische Schweinepest erinnern, können Tierärzte nach Rücksprache mit dem Institut für Virologie und Immunologie (IVI) zur Abklärung Proben für eine Ausschlussuntersuchung untersuchen lassen. Dabei müssen keine seuchenpolizeilichen Massnahmen gemäss Tierseuchenverordnung Art. 84 ergriffen werden.

Vorgehen siehe auch Vademecum auf der Website des IVI.

Meldepflicht

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Tierseuche. Es besteht eine Meldepflicht für alle, die Tiere halten, betreuen oder behandeln. Verdachtsfälle müssen sofort dem Bestandestierarzt oder der Bestandestierärztin gemeldet werden. Im Seuchenfall finden Tierhaltende unter „Weitere Informationen > Im Seuchenfall“ wichtige Angaben. Für den Veterinärvollzug sind die Notfalldokumente im Extranet abgelegt.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 05.12.2019

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