Apinella – Programm zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers

Im Rahmen des nationalen Früherkennungsprogramms Apinella kontrollieren Imkerinnen und Imker schweizweit ihre Bienenstände. Damit soll eine Einschleppung des Kleinen Beutenkäfers frühzeitig erkannt werden.

Un apiculteur sentinelle contrôle le piège diagnostique d’un rucher

Aktuell

Apinella startete am 1. Mai 2020

Der Kleine Beutenkäfer konnte in Süditalien nicht ausgerottet werden, und die Einschleppungsgefahr in die Schweiz bleibt nach wie vor bestehen. Deshalb gilt es aufmerksam zu bleiben, um einen möglichen Eintrag des Kleinen Beutenkäfers in die Schweiz frühzeitig zu erkennen.

Zu diesem Zweck wurde das Früherkennungsprogramm Apinella am 1. Mai 2020 gestartet. Bis Ende Oktober kontrollieren vom kantonalen Veterinärdienst rekrutierte Sentinel-Imkerinnen und -Imker erneut flächendeckend und an strategisch ausgewählten Orten alle zwei Wochen ihre Bienenstände auf einen Befall mit dem Kleinen Beutenkäfer mit der Schäfer-Diagnosefalle.

(07.05.2020)

Meldungen Apinella 2020: Stand 4. August 2020

Das Früherkennungsprogramm Apinella wird auch 2020 durchgeführt. Es wurde am 1. Mai 2020 gestartet. 148 Sentinel-Imkerinnen und -Imker wurden dazu von den kantonalen Veterinärämtern rekrutiert. Sie kontrollieren ihre Bienenstände zweimal im Monat mit der Schäfer Diagnosefalle.

Seit dem 1. Mai 2020 sind von 141 Sentinel-Imkern insgesamt 751 Meldungen zu kontrollierten Bienenständen in der zentralen Datenbank eingetroffen.  

Bei allen Kontrollen wurden bis jetzt keine verdächtigen Käfer gefunden.  

Apinella-Meldungen pro Kontrollintervall
Zeitintervall Anzahl untersuchter Stände Summe kontrollierter Völker
1. – 15. Mai 2020 124 1040
16. – 31. Mai 2020 143 1187
 1. – 15. Juni 2020 128 1209
16. – 30. Juni 2020 128 1188
1. – 15. Juli 2020 117 1182
16. -31. Juli 2020 93 841

Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist ein Bienenparasit und gilt in der Schweiz als zu bekämpfende Tierseuche. Seit 2014 wird der Kleine Beutenkäfer in Süditalien (Kalabrien) regelmässig gefunden. Es besteht die Gefahr, dass er dort nicht mehr ausgerottet werden kann. Daher ist davon auszugehen, dass der Kleine Beutenkäfer früher oder später in die Schweiz eingeschleppt wird. Um eine grossflächige Ausbreitung in der Schweiz zu verhindern, ist es entscheidend, das erste Auftreten des Bienenparasiten frühzeitig zu erkennen. Nur so können effiziente Massnahmen getroffen werden. Zu diesem Zweck wird seit 2015 das Früherkennungsprogramm Apinella durchgeführt.

 

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Letzte Änderung 06.08.2020

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