Apinella – Programm zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers

Im Rahmen des nationalen Früherkennungsprogramms Apinella kontrollieren Imkerinnen und Imker schweizweit ihre Bienenstände. Damit soll eine Einschleppung des Kleinen Beutenkäfers frühzeitig erkannt werden.

Apinella startete am 1. Mai 2021

05.05.2021: Der Kleine Beutenkäfer konnte in Süditalien nicht ausgerottet werden, und die Einschleppungsgefahr in die Schweiz bleibt nach wie vor bestehen. Deshalb gilt es aufmerksam zu bleiben, um einen möglichen Eintrag des Kleinen Beutenkäfers in die Schweiz frühzeitig zu erkennen. Zu diesem Zweck wurde das Früherkennungsprogramm Apinella am 1. Mai 2021 gestartet. Bis Ende Oktober kontrollieren vom kantonalen Veterinärdienst rekrutierte Sentinel-Imkerinnen und -Imker erneut flächendeckend und an strategisch ausgewählten Orten alle zwei Wochen ihre Bienenstände auf einen Befall mit dem Kleinen Beutenkäfer mit der Schäfer-Diagnosefalle.

Meldungen Apinella 2021: Stand 24. August 2021


Das Früherkennungsprogramm Apinella wird auch 2021 durchgeführt. Es wurde am 1. Mai 2021 gestartet. 142 Sentinel-Imkerinnen und -Imker wurden dazu von den kantonalen Veterinärämtern rekrutiert. Sie kontrollieren ihre Bienenstände zweimal im Monat mit der Schäfer Diagnosefalle.


Seit dem 1. Mai 2021 sind von 124 Sentinel-Imkern insgesamt 875 Meldungen zu kontrollierten Bienenständen in der zentralen Datenbank eingetroffen.

Bei allen Kontrollen wurden bis jetzt keine verdächtigen Käfer gefunden.

Tabelle 1: Apinella Meldungen pro Kontrollintervall
Zeitintervall Anzahl untersuchte Stände Summe kontrollierte Völker
01. – 15. Mai 2021 112 939
16. – 31. Mai 2021 149 1250
01. – 15. Juni 2021 120 1013
16. – 30. Juni 2021 124 1115
01. – 15. Juli 2021 111 1008
16. – 31. Juli 2021 117 1044
01. – 15. August 2021 109 982

Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist ein Bienenparasit und gilt in der Schweiz als zu bekämpfende Tierseuche. Seit 2014 wird der Kleine Beutenkäfer in Süditalien (Kalabrien) regelmässig gefunden. Es besteht die Gefahr, dass er dort nicht mehr ausgerottet werden kann. Daher ist davon auszugehen, dass der Kleine Beutenkäfer früher oder später in die Schweiz eingeschleppt wird. Um eine grossflächige Ausbreitung in der Schweiz zu verhindern, ist es entscheidend, das erste Auftreten des Bienenparasiten frühzeitig zu erkennen. Nur so können effiziente Massnahmen getroffen werden. Zu diesem Zweck wird seit 2015 das Früherkennungsprogramm Apinella durchgeführt.

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Letzte Änderung 24.08.2021

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