Nationales Früherkennungsprogramm ASP Wildschwein

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Europa immer weiter aus. Die Schweiz ist gegenwärtig frei von der Seuche. Um eine Einschleppung in die Schweizer Wildschweinpopulation früh zu entdecken, sollen schweizweit alle tot aufgefundenen Wildschweine sowie Abschüsse von kranken Tieren und Unfallwild auf ASP untersucht werden.

Wildschweine

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Afrikanische Schweinepest: Früherkennungsprogramm für Wildschweine zeigt erste Ergebnisse

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter in Europa aus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie eines Tages auch die Schweiz erreicht. Zur Stärkung der Prävention hat das BLV im April 2018 ein nationales Früherkennungsprogramm eingeführt. Damit sollen potenziell mit ASP infizierte heimische Wildschweine rasch entdeckt und eine Verbreitung dieser Tierseuche verhindert werden können. Bisher war keines der untersuchten Wildschweine von der Seuche betroffen.

 

Untersuchungsergebnisse

Übersicht über die untersuchten tot aufgefundenen, krank geschossenen oder verunfallten Wildschweine. Alle Untersuchungsresultate waren bisher negativ.

 
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Anzahl untersuchter Funde von Wildschweinen von 1. Januar 2019 bis 29. Mai 2019 nach Kanton

Die Liste der Untersuchungen des letzten Monats ist dem Radar Bulletin zu entnehmen.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende, meist tödlich verlaufende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen. Sie breitet sich seit einigen Jahren in Europa aus. Inzwischen sind mehrere EU-Länder betroffen.

Die grösste Gefahr für eine Einschleppung in die Schweiz geht gegenwärtig davon aus, dass Lebensmittel (Schinken, Salami usw.) aus Ländern mitgebracht werden, die von ASP betroffen sind. Durch sorglosen Umgang (z.B. Wegwerfen an Autobahnraststätten im Wald) können mit dem Virus verseuchte Produkte von Wildschweinen aufgenommen werden.

Beitrag von Jägern und Wildhütern

Um eine mögliche Ansteckung von Wildschweinen mit ASP frühzeitig zu erkennen und eine Ausbreitung in der heimischen Wildschweinepopulation zu verhindern, hat das BLV in Zusammenarbeit mit dem BAFU und weiteren Fachpersonen ein nationales Früherkennungsprogramm ASP bei Wildschweinen erarbeitet.

Jäger und Wildhüter können einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung leisten und sind zur Mitarbeit aufgerufen. Ganzjährig sollen sämtliche in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein tot aufgefundenen Wildschweine, Abschüsse infolge unspezifischer Krankheitsanzeichen und im Verkehr verunfallte Wildschweine auf ASP untersucht werden. Jäger und Wildhüter werden gebeten, vermehrt auf tote und kranke Wildschweine zu achten und jedes dieser Tiere einer Untersuchung auf ASP zuzuführen.

Vorgehen zur Probengewinnung

Für die Probengewinnung zieht der Jäger / Wildhüter entweder den amtlichen Tierarzt bei, überführt den Tierkörper an eine vom kantonalen Veterinäramt bezeichnete Untersuchungseinrichtung oder entnimmt selbst einen Milz-/Bluttupfer mit dem vom BLV bereitgestellten Probenahmeset. Das genaue Vorgehen zur Organisation und Durchführung der Probenahme sowie die Verteilung der Sets regelt das zuständige kantonale Veterinäramt. Die Kosten für Probensets und Diagnostik werden vom BLV übernommen.

Das Probenahmeset für die Entnahme eines Milz-/Bluttupfers direkt vor Ort umfasst:

  • Anleitung zur Probenahme (siehe auch «Weitere Informationen»)
  • Tierdatenblatt (siehe auch «Weitere Informationen»)
  • Handschuhe in einem Plastiksäckchen
  • Tupfer mit ID-Nummer
  • UN3373 Verpackung (adressiert und vorfrankiert)

Die Wildschweinkadaver sollen – wenn immer möglich – in der Tierkörpersammelstelle entsorgt werden.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 06.06.2019

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