PathoPig

Bestandesprobleme sind in der Schweinehaltung relativ häufig. Mit dem Ziel, gesunde Tiere und sichere Lebensmittel zu gewährleisten, unterstützt das BLV im Rahmen des Programms „PathoPig“ die Abklärung von Bestandesproblemen mittels Sektionsdiagnostik.

Kopf eines Schweines

Aktuell

Jahresbericht PathoPig

Von Januar bis Dezember 2018 wurde in insgesamt 370 Fällen von Bestandserkrankungen PathoPig in Anspruch genommen. In 86 % dieser Fälle konnte die Ursache des Bestandsproblems eindeutig identifiziert werden. Aber auch in den anderen Fällen lieferten die Diagnostikbefunde wichtige Informationen für den Bestandstierarzt, um entsprechende Massnahmen zur Verbesserung des Gesundheitsproblems auf dem Betrieb einzuleiten.

Detaillierte Informationen finden Sie im vollständigen Bericht:

 
 
 
 

(02.05.2019) 

Wo viele Tiere gemeinsam gehalten werden, betreffen Infektionskrankheiten oder andere Probleme meist viele Tiere gleichzeitig. Gerade in der Schweinehaltung sind Bestandesprobleme häufig. Diese können zu Leistungseinbussen führen, die in vielen Fällen keine klar ersichtliche Ursache haben. Umso wichtiger ist es, derartige Beobachtungen genau abzuklären.

Sektionsdiagnostik – eine aussagekräftige Methode

Im Rahmen des Programms „PathoPig“ unterstützt das BLV die diagnostische Abklärung von Bestandesproblemen. Dies mit dem Ziel, die Gesundheit der Schweine in der Schweiz zu fördern, seltene oder neue Infektionskrankheiten frühzeitig zu entdecken und nicht zuletzt auch, um für Konsumentinnen und Konsumenten sichere Lebensmittel zu gewährleisten.

Zur Abklärung von Bestandesproblemen ist die Sektionsdiagnostik eine aussagekräftige Methode: Mithilfe einer Sektion (Eröffnen des Tierkörpers) kann das Tier nicht nur von aussen untersucht, sondern auch die inneren Organe eines toten Tieres können begutachtet und anschliessend im Labor gezielt weiter untersucht werden. So können von aussen nicht ersichtliche Ursachen für ein Bestandesproblem (z. B. bakteriologische, virologische oder parasitologische Ursachen) aufgedeckt und entsprechend behandelt werden.

Teilnahmebedingungen für Schweinebetriebe

Im Rahmen von „PathoPig“ haben Schweinehaltende zusammen mit ihrem Bestandestierarzt bzw. ihrer Bestandestierärztin die Möglichkeit, Bestandesprobleme mit der vom BLV subventionierten Sektionsdiagnostik abklären zu lassen. Dazu muss mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • wiederkehrende Probleme unbekannter Ursache
  • hohe Erkrankungs- und/oder Abgangsraten
  • aussergewöhnliche Symptome
  • erhöhter Einsatz von Antibiotika

Vorgehen für Schweinehaltende und Tierärzte/innen

Um ein Bestandesproblem im Rahmen von „PathoPig“ abklären zu lassen, kontaktieren Tierhaltende ihre Bestandstierärzte. Diese wählen maximal drei Schweine aus, die das bestehende Problem gut widerspiegeln und füllen zusammen mit den Tierhaltenden das für „PathoPig“ benötigte Anamneseformular aus (siehe „Weitere Informationen“). Anschliessend werden die Schweine zusammen mit dem Anamneseformular zur Untersuchung in ein pathologisch-anatomisches Labor gebracht. Sobald die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, gibt der zuständige Tierarzt bzw. die zuständige Tierärztin Empfehlungen ab, wie die Ursache behandelt, die Gesundheit der Tiere gestärkt und das Problem nachhaltig behoben werden kann.

Was finanziert der Bund?

Die Untersuchungen zur Abklärung des Bestandesproblems im Rahmen von „PathoPig“ sind für Tierhaltende kostengünstig. Das BLV übernimmt die Kosten für die Sektionsdiagnostik im Wert von CHF 200.- für ein Tier, maximal CHF 500.- für drei untersuchte Schweine pro Betrieb.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 02.05.2019

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