Tierschutz

Das Tierschutzgesetz schützt das Wohlergehen und die Würde des Tieres. Schwere Verstösse gegen seine Vorschriften können ein Verbot nach sich ziehen, Tiere zu halten, zu züchten, sich mit ihnen berufsmässig zu beschäftigen oder mit ihnen zu handeln.

Aktuell

Tierschutz − von den Kantonen gemeldete Strafverfahren 2017

Nach einem kontinuierlichen Anstieg in den letzten Jahren hat die Anzahl der gemeldeten Strafverfahren 2017 erstmals abgenommen. Dem BLV sind 1679 Strafverfahren gemeldet worden, dies sind 689 weniger als im Vorjahr (2368).

Der Rückgang betrifft überwiegend Strafverfahren im Zusammenhang mit Hunden (- 625). Hauptgrund dafür ist, dass per 1. Januar 2017 die Pflicht für (künftige) Hundehalterinnen und Hundehalter, einen theoretischen und praktischen Sachkundenachweis zu erbringen, weggefallen ist. Die restliche Abnahme der Strafverfahren (- 64) betrifft die übrigen Tierarten. Die Gründe dafür sind nicht ersichtlich.

Detaillierte Informationen finden Sie im vollständigen Bericht:

(05.07.2018) 

Das Tierschutzgesetz gilt abgesehen von wenigen Ausnahmen für Wirbeltiere. Ein Grundsatz des Tierschutzgesetzes lautet, dass niemand einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten darf. Schmerzhafte Eingriffe dürfen grundsätzlich nur unter Schmerzausschaltung erfolgen. Laut Tierschutzgesetz muss im Umgang mit einem Tier seine Würde, also der Eigenwert eines Tieres, geachtet werden. Allfällige Belastungen, denen ein Tier durch die Nutzung ausgesetzt ist, müssen in einer Güterabwägung durch überwiegende Interessen gerechtfertigt werden. Für zahlreiche Fälle ist das Resultat einer solchen Güterabwägung bereits als explizit verbotene Handlung oder als Gebot in der Tierschutzverordnung festgehalten. Bei jedem Tierversuchsantrag muss die Güterabwägung dagegen im Einzelfall erfolgen.

Die Tierschutzverordnung enthält die Mindestanforderungen für die Haltung und Nutzung von Tieren. Sie legt unter anderem Mindestabmessungen und Ausstattung der Gehege, Beschäftigungsmöglichkeiten und Sozialkontakte, Auslauf und das Stallklima fest. Weitere Tierschutzbestimmungen sind in den einzelnen Kapiteln grob skizziert.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 05.07.2018

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