Kriterien für die Abgrenzung zwischen Medikamenten, Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen

Es ist nicht immer einfach, Produkte in die Kategorien Lebensmittel, Medikamente und Gebrauchsgegenstände einzuordnen. Abgrenzungskriterien helfen bei der Klassifizierung.

Während in einigen Ländern in Europa gewisse Produkte als Lebensmittel eingestuft werden, gelten sie in anderen als Medikamente. Um solche Unterschiede zu vermeiden, hat die Schweiz gemeinsam mit der Europäischen Union klare Definitionen erarbeitet (siehe Bericht unter „Weitere Informationen“).

Unterschiede Schweiz und EU

Obwohl sich der Lebensmittelbegriff in der Schweiz und der EU nicht vollständig deckt, erfolgt die Abgrenzung von Arzneimitteln und Lebensmitteln bzw. kosmetischen Mitteln im Wesentlichen gleich. Die Unterschiede betreffen insbesondere zwei Punkte. Zum einen entspricht die schweizerische Definition für ein Medikament nicht genau jener der EU. Zum anderen kennt die europäische Definition für Lebensmittel die Einschränkung, wonach Nahrungsmittel dem Aufbau und Unterhalt des menschlichen Körpers dienen müssen, nicht. Gewisse Produkte können daher in der Schweiz nicht als Lebensmittel auf den Markt gebracht werden.

Abgrenzungskriterien

Die schweizerischen Behörden stützen sich bei der Klassifizierung von Produkten insbesondere auf die folgenden Abgrenzungskriterien. Berücksichtigt werden dabei die Vorgaben des Bundesgerichts (Leitentscheid 2A.565/2000) sowie, zur Konkretisierung dieser Vorgaben, die Kriterien des EuGH17.

  • Zusammensetzung des Produkts;
  • Pharmakologische Eigenschaften;
  • Verwendungszweck;
  • Aufmachung des Produkts;
  • Umfang der Verbreitung;
  • Bekanntheit bei den Konsumentinnen und Konsumenten;
  • Risiken, die die Verwendung mit sich bringen kann.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 04.08.2017

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