Verantwortung für sichere Lebensmittel

Lebensmittel dürfen die Gesundheit der Menschen nicht gefährden. Auch die Täuschung aufgrund ihrer Zusammensetzung oder Bewerbung ist verboten. Um die Sicherheit und den Täuschungsschutz zu gewährleisten, tragen alle Akteure eine Verantwortung: die Lebensmittelbranche ebenso wie der Bund, die Kantone und die Konsumentinnen und Konsumenten.

Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände sind in der Schweiz durch das Lebensmittelrecht geregelt. Dieses sieht vor, dass nur sichere Produkte in Verkehr gebracht werden dürfen und der Täuschungsschutz gewährleistet sein muss. Um diese Grundsätze sicherzustellen, tragen die Akteure folgende Verantwortlichkeiten:  

Aufgabe der Lebensmittelbranche

Die Hauptverantwortung trägt die Lebensmittelbranche. Sie muss den Gesundheitsschutz und den Schutz vor Täuschung gewährleisten. Weiter ist die Lebensmittelindustrie verpflichtet, den Konsumentinnen und Konsumenten relevante Informationen zu ihren Produkten zur Verfügung zu stellen.

Die Lebensmittelbranche hat die Pflicht zur Selbstkontrolle. Das bedeutet, sie muss dafür sorgen, dass die Lebensmittel den rechtlichen Anforderungen entsprechen. In diesem Rahmen müssen die Akteure entsprechend der „Guten Herstellungspraxis“ (GHP) die Lebensmittel untersuchen oder untersuchen lassen und die Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren.

Bei Verdacht einer Gesundheitsgefährdung müssen sie die kantonalen Vollzugsbehörden informiert und die Produkte aus den Regalen entfernt werden. Bestehen akute Gesundheitsrisiken, veröffentlicht das BLV auf seiner Webseite, per Newsletter und über Twitter eine öffentliche Warnung.

Aufgaben der Kantone

Die kantonalen Behörden unter der Führung der Kantonschemikerinnen und -chemiker sowie der Kantonstierärztinnen und -tierärzte überprüfen die Akteure der Lebensmittelbranche. Im Rahmen ihrer Vollzugsaufgaben führen sie Betriebs- und Produktkontrollen durch und ordnen allfällige Massnahmen an.

Aufgaben des Bundes

Auf Bundesebene ist das BLV für die Rechtsgrundlagen zuständig. Es führt Risikobewertungen durch. Darauf abgestützt trifft es Massnahmen, um das ermittelte Risiko zu minimieren. Es koordiniert die Vollzugsmassnahmen der Kantone und ihre Informationstätigkeit, wenn ein gesamtschweizerisches Interesse besteht.

Weiter ist das BLV zuständig für die Aufsicht über die Vollzugstätigkeit der kantonalen Behörden. Dabei wird es von der Bundeseinheit für die Lebensmittelkette (BLK) unterstützt.  Diese ist dem BLV angegliedert.

Der Bund ist zudem für die Überwachung von Lebensmitteln bei der Einfuhr, Durchfuhr und Ausfuhr aus der Schweiz verantwortlich.

Verantwortung der Konsumentinnen und Konsumenten

Die Konsumentinnen und Lebensmittel Konsumenten tragen die Verantwortung dafür, dass sicher produzierte Lebensmittel bis zum Genuss sicher bleiben. Dafür ist es wichtig, dass sie die Lebensmittel richtig lagern und zubereiten. Auch beim Einkaufen können sie sich verantwortungsvoll verhalten und dadurch Risiken minimieren. Beispielsweise ist beim Einkauf von Lebensmitteln auf ausländischen Online-Plattformen Vorsicht geboten. Denn die Einfuhr von Produkten für die private häusliche Verwendung (Eigengebrauch) fällt nicht in den Geltungsbereich des schweizerischen Lebensmittelrechts. Entsprechend kontrollieren die Vollzugsbehörden der Schweiz keine Produkte, die Konsumenten auf ausländischen Onlineplattformen für den Eigengebrauch kaufen. Es ist deshalb nicht sichergestellt, dass diese Produkte den rechtlichen Anforderungen der Schweiz entsprechen.

Weitere Informationen finden Konsumentinnen und Konsumenten auf Lebensmittel online einkaufen.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 17.08.2023

Zum Seitenanfang

https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/verantwortlichkeiten.html