Nationales Überwachungsprogramm

Krankheitsspezifische Überwachungsprogramme sind ein wesentlicher Teil der Tiergesundheitsüberwachung. Sie sind im nationalen Überwachungsprogramm zusammengefasst. Jährlich werden Proben von Nutztieren auf Tierseuchen und Zoonosen untersucht, um die Seuchenfreiheit nachzuweisen.

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Aktuell

Veröffentlichung Bericht zur Überwachung von Tierseuchen

Der Bericht zur Überwachung von Tierseuchen gibt einen Überblick über das nationale Überwachungsprogramm. Die Laboratorien meldeten 2018 über 400 000 Tierseuchenabklärungen. Dies sind 16 % mehr als im Vorjahr. 60 % dieser Untersuchungen wurden im Rahmen des nationalen Überwachungsprogramms durchgeführt.

Die Schweiz ist im Berichtsjahr von 25 bedeutenden Tierseuchen frei, wobei dieser Nachweis für sieben dieser Tierseuchen durch Überwachungsprogramme geführt wurde.

Für vier weitere Tierseuchen werden die Fortschritte der Bekämpfung aufgezeigt.  

 

(15.07.2019) 

Das Nationale Überwachungsprogramm stellt einen wichtigen Pfeiler der Tiergesundheitsüberwachung dar. Jährlich dokumentieren das BLV und die kantonalen Veterinärdienste das Auftreten mehrerer Tierseuchen und Zoonosen mit krankheitsspezifischen Überwachungsprogrammen, um den Gesundheitsstatus der Schweizer Nutztiere einzuschätzen. Im Auftrag des Veterinärdienstes nehmen amtliche Tierärztinnen und Tierärzte Proben von Nutztieren. Anerkannte Diagnostiklaboratorien untersuchen diese Proben auf Krankheitserreger. Je nach Seuche und Tierart werden die Proben auf Landwirtschaftsbetrieben, bei der Milchsammlung und/oder in Schlachthöfen (Projekt RiBeS) genommen. Die Ergebnisse der Überwachung sind mitentscheidend dafür, ob Massnahmen zur Bekämpfung ergriffen oder angepasst werden müssen.

Überwachungsprogramme zum Nachweis der Seuchenfreiheit  

Bei einigen Tierseuchen, die für den internationalen Handel von grosser Bedeutung sind und die in der Vergangenheit in der Schweiz erfolgreich bekämpft und schliesslich ausgerottet wurden, dient die Überwachungstätigkeit dem Nachweis der Seuchenfreiheit. Ausgerottete Seuchen können aufgrund des Tierverkehrs und des internationalen Handels jederzeit wieder in die Schweiz eingeschleppt werden. Dies könnte für die Gesundheit von Tier und Mensch sowie für die Wirtschaft unabsehbare Folgen haben.

Das Ziel dieser Überwachungsprogramme ist, den statistischen Nachweis zu erbringen, dass die Schweiz nach wie vor frei von den bereits ausgerotteten Tierseuchen ist. Dieser Nachweis stellt einen Wettbewerbsvorteil für Schweizer Landwirtschaftsprodukte dar und berechtigt dazu, im internationalen Handel einen gleichwertigen Qualitätsstandard einzufordern.

Dokumentation des Bekämpfungserfolgs

Für weitere vier Tierseuchen gibt es Überwachungsprogramme, mit denen der Erfolg der Bekämpfung gezeigt wird oder die Entwicklung der Verbreitung dargestellt wird.

Bericht und Informationssystem Seuchenmeldungen

Wie steht es um die Gesundheit der Schweizer Nutztiere und von welchen Tierseuchen ist die Schweiz anerkannt frei? Antworten auf diese und weitere Fragen sind im jährlichen Bericht zur Überwachung von Tierseuchen zu finden (siehe „Weitere Informationen“). In einem Supplement werden Hintergrundinformationen zu den bei der Überwachung angewendeten Methoden dokumentiert. Ausbrüche sämtlicher meldepflichtiger Tierseuchen in der Schweiz sind ausserdem im Informationssystem Seuchenmeldungen (InfoSM) jederzeit einsehbar. 

 

Weitere Informationen

Letzte Änderung 15.07.2019

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