Tiergesundheitsstrategie Schweiz 2010+

Die Tiergesundheitsstrategie Schweiz 2010+ hat zum Ziel, die Gesundheit von Heim- und Nutztieren zu schützen und zu verbessern. Sie definiert fünf strategische Ziele und beschreibt in Handlungsfeldern verschiedene Massnahmen zur Umsetzung.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Intensiver internationaler Tier- und Warenverkehr sowie Klimawandel bringen neue Herausforderungen mit sich. Bisher in der Schweiz unbekannte Tierseuchen wie Pferdepest oder Blauzungenkrankheit sind neue, ernst zu nehmende Risiken. Aber auch alte Tierseuchen wie die Maul- und Klauenseuche können jederzeit zurückkehren.

Fünf strategische Ziele

Um den guten Gesundheitsstatus der Schweizer Heim- und Nutztiere zu schützen und weiter zu verbessern, hat das BLV in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Veterinärdiensten fünf strategische Ziele formuliert:

  • Der Bund verstärkt seine Führungsrolle und sein Engagement insbesondere in der Prävention, der Früherkennung von Tierseuchen und der Krisenvorsorge.
  • Die kantonalen Veterinärdienste vereinheitlichen den Vollzug und fördern die interkantonale Zusammenarbeit.
  • Tierhaltende und andere Betroffene wie z.B Tierärzte werden stärker in die Entscheidungsprozesse einbezogen und übernehmen Mitverantwortung bei der Überwachung und Bekämpfung.
  • Die Forschung zur Tiergesundheit orientiert sich an den Bedürfnissen der Tierhaltenden und des öffentlichen Veterinärdienstes. Die Zusammenarbeit mit der internationalen Forschung wird intensiviert.
  • Die internationale Vernetzung sowie die aktive Zusammenarbeit mit Institutionen und Organisationen im Bereich Tiergesundheit werden ausgebaut.

Fünf Handlungsfelder

Die „Tiergesundheitsstrategie Schweiz 2010+" steht unter dem Motto „Aktiv vorbeugen – entschlossen handeln!“. Um die Ziele zu erreichen, beschreibt die Strategie Massnahmen in folgenden Handlungsfeldern:

  • Prävention
  • Krisenvorsorge
  • Bekämpfung von Tierseuchen und wirtschaftlich bedeutenden Tierkrankheiten
  • Internationale Zusammenarbeit
  • Wissenschaft, Forschung und Entwicklung.
     

Um die Massnahmen umzusetzen, müssen sich viele Personen, Unternehmen und Organisationen engagieren, die mit Tiergesundheit zu tun haben. Angesprochen sind Tierärztinnen und Tierärzte, Behörden, Unternehmen entlang der Lebensmittelkette, Forschungseinrichtungen und ganz besonders die Tierhaltenden.

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Letzte Änderung 06.10.2017

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