Überwachung der Tiergesundheit

Die Tiergesundheit wird überwacht, um die Seuchenlage, die Entwicklungstendenz sowie die regionale Verteilung von Ausbrüchen zu dokumentieren. Bei ausgerotteten Krankheiten wird die Seuchenfreiheit mit spezifischen Programmen ausgewiesen.

Aktuell

Berichte zur Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen

Die Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen ist für die Gesundheit von zentraler Bedeutung. Die Berichte zur Überwachung von Tierseuchen und zur Überwachung von Zoonosen des Jahres 2017 zeigen ein bekanntes Bild:

  • Die Schweiz ist weiterhin frei von 25 bedeutenden Tierseuchen.
  • Insgesamt wurden 2017 jedoch mehr Fälle von hochansteckenden, auszurottenden und zu bekämpfenden Tierseuchen verzeichnet als im Vorjahr. Dies gilt insbesondere für die Fälle von Boviner Virus-Diarrhoe (BVD). Die Zahl der Vogelgrippe-Fälle bei Wildvögeln ging hingegen deutlich zurück.
  • Der Umfang der Untersuchungen wurde gegenüber dem Vorjahr um 20 % erhöht.
  • Die am häufigsten verzeichnete Zoonose bleibt Campylobacteriose.
  • Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche sind in der Schweiz sehr selten (18 Fälle im Jahr 2017).

Weitere Informationen:

(12.07.2018) 

Ein Mitarbeiter der Fleischkontrolle überprüft die entnommenen Proben am Schlachthof.

Gesunde Nutztiere sind produktiver, liefern einwandfreie Lebensmittel und stellen ein geringeres Risiko für auf den Menschen übertragbare Krankheiten dar. Ihr Wohlergehen ist daher nicht nur für den Erfolg der Schweizer Landwirtschaft, sondern auch für die öffentliche Gesundheit wichtig. Dies sicherzustellen bedingt, Situationen rechtzeitig zu erkennen, die Massnahmen zur Vorsorge oder Bekämpfung von Tierseuchen erfordern. Dies kann mit stetiger Überwachung der Tiergesundheit erfüllt werden. Deshalb werden jährlich Daten zum Auftreten von Tierkrankheiten gesammelt.

Bereits heute steht die Schweiz im internationalen Vergleich gut da. Dank erfolgreicher Bekämpfung in der Vergangenheit kann jährlich die Freiheit von einigen Tierseuchen ausgewiesen werden (siehe Statistik „Weitere Informationen“). Unter anderem ist es für den Handel wichtig , Freiheitsnachweise durchzuführen. Krankheiten können durch regen Tierverkehr, internationalen Handel und durch Wildwechsel jederzeit (wieder) eingeschleppt werden. Um den guten Gesundheitsstatus der Schweizer Nutztiere aufrecht zu halten, müssen auch ausgerottete und seltene Krankheiten stetig überwacht werden.

Die 5 Pfeiler der Tiergesundheitsüberwachung  

Die Überwachung der Tiergesundheit beruht auf fünf Pfeilern:

  • Meldepflicht
  • Überwachungsprogramm
  • Abortuntersuchungen
  • Importkontrollen
  • Fleischkontrolle

Die Meldepflicht (Tierseuchenverordnung Art. 61) verpflichtet alle Personen, die Tiere halten, betreuen oder behandeln dazu, Ausbrüche von Tierseuchen (Tierseuchengesetz Art. 1)  oder verdächtige Beobachtungen einer Tierärztin oder einem Tierarzt zu melden. Die Meldepflicht gilt auch für Bienen, Fische und freilebende Wildtiere. Meldestellen sind der Bieneninspektor, die für die Fischerei zuständige kantonale Stelle resp. das kantonale Veterinäramt.

Krankheitsspezifische Untersuchungsprogramme werden von Bund und Kantonen koordiniert. Auch die Entwicklung und Verbreitung antibiotikaresistenter Bakterien wird mit einem spezifischen Programm überwacht.

Die Verpflichtung, Aborte von Klauentieren abzuklären, begründet sich damit, dass Aborte Anzeichen von Tierseuchen sein können.

Beim Import von Tieren können amtliche Tierärztinnen und Tierärzte zudem Untersuchungen anordnen, um die Einschleppung von Seuchen in die Schweiz zu verhindern.

Im Schlachthof werden durch die Fleischkontrolle Schlachttierkörper und Organe inspiziert, um zu gewährleisten, dass die daraus hergestellten Lebensmittel sichere Produkte sind.

Kompetente und anerkannte Diagnostiklaboratorien sind zentral für eine gute Tiergesundheitsüberwachung.

Bericht zur Überwachung  

  • Welche Tierseuchen stehen im Fokus der Tiergesundheitsüberwachung?
  • Von welchen Tierseuchen ist die Schweiz anerkannt frei?
  • Wie viele lebensmittelbedingte Ausbrüche gab es im vergangenen Jahr?
     

Antworten auf diese und weitere Fragen sowie Hintergrundinformationen zu den bei der Überwachung angewendeten Methoden sind inm den beiden jährlichen Berichten derzur Überwachung von Tierseuchen resp. derund Zoonosen und lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen nachzulesen. Angaben zu sämtlichen Ausbrüchen meldepflichtiger Seuchen in der Schweiz sind ausserdem jederzeit in der Datenbank InfoSM (Informationssystem Seuchenmeldungen; siehe „Weitere Informationen“) einsehbar und können dort nach unterschiedlichen Kriterien abgefragt werden.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 12.07.2018

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