Bedarf an Nährstoffen

Das BLV veröffentlicht Empfehlungen zum täglichen Bedarf an Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten sowie zum Bedarf an Nährstoffen für Personen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen.

Aktuell

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Hundert Jahre jodiertes Salz

08.09.2022: Das BLV und die Fluor-Jod-Kommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) feiern in diesem Jahr das hundertjährige Jubiläum der Salzjodierung. Dank dieser gesundheitspolitischen Strategie konnte die Schweiz die schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen des Jodmangels erfolgreich beseitigen. Obwohl die Schweiz in einer Jod-armen Region liegt, ist das Risiko, dass die Schweizer Bevölkerung an Jodmangel leidet, unter Kontrolle.  Einige Bevölkerungsgruppen – vor allem schwangere und stillende Frauen – haben trotz jodiertem Speisesalz bis heute einen unzureichenden Jodstatus.

Mehr Informationen: Hundert Jahre jodiertes Salz


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Schweizer Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

08.09.2022: Bisher wurden in der Schweiz je nach Sprachregion verschiedene Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr verwendet. Basierend auf einem wissenschaftlichen Bericht der «Haute école de santé de Genève» und der Stellungnahme der Eidgenössischen Ernährungskommission veröffentlicht das BLV nun die Schweizer Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr in Form einer einheitlichen, dynamischen Tabelle. Diese ermöglicht es, nach der Menge an Nährstoffen zu suchen, die für verschiedene Altersgruppen oder Lebensphasen benötigt werden.

Dynamische Tabelle

Schweizer Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr

Basierend auf einem wissenschaftlichen Bericht unter der Leitung der Haute école de santé de Genève (HEdS ) und der Stellungnahme der Eidgenössischen Ernährungskommission (EEK) veröffentlichte das BLV die einheitlichen Schweizer Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr in Form einer dynamischen Tabelle.

Bisher wurden in der Schweiz verschiedene Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr verwendet. Je nach Sprachregion handelte es sich dabei vor allem um die DACH-Referenzwerte, die Werte der Società Italiana di Nutrizione Umana (SINU), der agence nationale de sécurité sanitaire de l'alimentation, de l'environnement et du travail (Anses ) oder der European Food Safety Authority (EFSA).

Proteine

Proteine versorgen unseren Körper mit verschiedenen Aminosäuren und werden zur Bildung von Körpermasse benötigt, z.B. beim Wachstum von Kindern, während der Schwangerschaft oder bei der Erneuerung von Zellen.
Sie sind ausserdem eine Energiequelle.

Einige dieser Aminosäuren gelten als essentiell
(unentbehrlich), da der Körper sie nicht selbst bilden kann und somit auf die Zufuhr durch die Nahrung angewiesen ist.

Diese essentiellen Aminosäuren kommen vor allem in
tierischen Eiweisslieferanten vor. Daher sind tierische Eiweisse tendenziell hochwertiger als pflanzliches Eiweiss. Dieses kann jedoch durch bestimmte Kombinationen (z.B. Getreide mit Hülsenfrüchten etc.) stark aufgewertet werden.

Da der Körper ständig Proteine auf- und abbaut, ist
er auf eine regelmässige, bedarfsdeckende Zufuhr angewiesen.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind unsere wichtigste Energiequelle. Sie kommen vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor. 

Fette

Fett ist der energiereichste Hauptnährstoff und lebensnotwendig, da er viele wichtige Funktionen im menschlichen Körper ausübt. Ein übermässiger Konsum von Ölen/Fetten und fettreichen Lebensmitteln kann allerdings auch zu Übergewicht und Adipositas führen. 

Folsäure

Folsäure ist ein Vitamin, das z.B. in Obst und Gemüse (vor allem in Blatt- und Kohlgemüse), in Vollkornbrot und Hülsenfrüchten zu finden ist.

Besonders in der Frühschwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin für die normale Entwicklung des Kindes wichtig. Wenn Folsäure schon vor und während der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft eingenommen wird, verringert sich das Risiko für Fehlbildungen des Rückenmarks des Kindes (Neuralrohrdefekte) und andere Fehlbildungen wie z.B. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder Herzfehler.

 

Vitamin D

Vitamin D ist wichtig für eine gesunde Knochen- und Zahnbildung. Eine Unterversorgung führt zu Knochenkrankheiten, bei Kindern mit einem schweren Mangel beispielsweise zu Rachitis (Verformungen des Skeletts). Der Grossteil des Vitamin D wird bei Sonnenbestrahlung in der Haut gebildet und nur zu rund 10 % über die Nahrung aufgenommen. 

 

Jod

Der natürliche Jodgehalt in Lebensmitteln ist generell gering. Eine Ausnahme sind Meeresfische oder –früchte. In der Schweiz wird dem Speisesalz Jod beigefügt, um die Zufuhr zu verbessern. Diese Jodierung ist jedoch freiwillig. Es gibt also Salze mit und Salze ohne Jod. Gemäss der neuen Studie «Jodstatus in der Schweizer Bevölkerung» (Ernährungsbulletin 2019) ist jodiertes Salz weiterhin die wichtigste Quelle für Jod in der Ernährung, vor allem aus verarbeiteten Lebensmitteln zum Beispiel Brot.

Ein Mangel an Jod hat gesundheitliche Folgen. Bei ungeborenen Babys wie auch bei Kindern kann Jodmangel zu körperlicher und geistiger Unterentwicklung führen. Im Erwachsenenalter besteht bei Jodmangel die Gefahr, dass sich die Schilddrüse vergrössert.

 

Natrium

Natrium kommt von Natur aus in allen Lebensmitteln vor. Die Hauptquelle ist jedoch Salz (auch Natriumchlorid genannt), welches zu fast der Hälfte aus Natrium besteht. Nimmt der Mensch zu viel Salz zu sich, besteht ein erhöhtes Risiko für hohen Blutdruck und damit auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Natrium ist im menschlichen Körper u.a. beteiligt an:

  • der Verdauung der Nahrung
  • der Regulation des Blutdrucks
  • der Steuerung des Wasserhaushalts
  • der Erregbarkeit von Muskeln und Nerven 

Weitere Informationen

Im Detail


Proteine


Kohlenhydrate


Fette


Jod


Folsäure


Vitamin D

Letzte Änderung 21.09.2022

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