Sonnenschutzmittel

Zu einem optimalen Sonnenschutz gehört das Tragen von Kleidung, Hut und Sonnenbrille, ein Aufenthalt im Schatten und ergänzend die Anwendung von Sonnenschutzmitteln mit UV-Filtern. Für UV-Filter gelten gesetzliche Anforderungen.

Frau zeichnet sich mit Crème eine Sonne auf das Schulterblatt

Durch Sonneneinstrahlung verursachter Hautkrebs ist ein grosses Gesundheitsrisiko.

Folgende Massnahmen helfen mit, sich vor UV-Strahlung und dadurch bedingtem Hautkrebs zu schützen: 

 

  • Sich in der Zeit der stärksten Sonneneinstrahlung (11–15 Uhr) nicht zu lange in der Sonne aufhalten, sondern möglichst im Schatten bleiben.
  • An der Sonne Hut, Sonnenbrille und geeignete Kleidung tragen.
  • Babys und Kleinkinder bleiben am besten immer im Schatten und bekleidet.
UVA Logo
  • Sonnenschutzmittel mit UVB- und UVA-Filter auf der unbedeckten Haut verwenden und Produkte mit dem Logo für den UVA-Schutz wählen.
  • Sonnenschutzmittel immer dick auftragen.

Weitere Informationen zu Sonnenschutz sind bei der Krebsliga erhältlich (siehe „Weitere Informationen“).

UV-Filter als Schutz gegen schädliche Strahlung

Um ein hohes Schutzniveau zu gewährleisten, müssen Sonnenschutzmittel eine ausreichende Wirkung gegen UVB- und UVA-Strahlung aufweisen. Dazu gibt es organische (oder chemische) und mineralische (oder physikalische) UV-Filter, die häufig in Mischungen eingesetzt werden, um einen breiten Schutz zu gewährleisten. Jeder UV-Filter schützt in einem bestimmten Wellenlängen-Bereich. Alle UV-Filter müssen den gesetzlichen Anforderungen gemäss Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung (LGV, Art. 54, Abs. 5, der auf Anhang VI der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 verweist) entsprechen und auf der Verpackung aufgeführt werden.

Mineralische UV-Filter

Mineralische UV-Filter enthalten kleine Teilchen, welche UV-Strahlen absorbieren und reflektieren und so die Haut vor Sonnenstrahlung schützen. Die zwei zurzeit zulässigen mineralischen UV-Filter sind Titandioxid (TiO2) und Zinkoxid (ZnO). Mineralische UV-Filter können Nanopartikel enthalten. Nach heutigem Wissensstand werden Nanopartikel über die intakte Haut nicht in den Körper aufgenommen. Weitere Informationen zum Thema Nanotechnologie finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.

Organische UV-Filter

Organische UV-Filter sind chemische Substanzen, die UV-Strahlen aufnehmen und in Wärmestrahlen umwandeln. Gewisse organische UV-Filter zeigten im Labor- und im Tierversuch hormonähnliche Wirkungen. Es ist nicht bekannt, ob diese Befunde auch beim Menschen von Bedeutung sind. Oft sind die im Labor und im Tier verwendeten Dosen bedeutend höher als die geschätzte Aufnahmemenge beim Menschen. Dank gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmengen in Sonnenschutzmitteln sowie der Tatsache, dass UV-Filter nach dem Eincremen vor allem in und auf der Haut bleiben, gelangen UV-Filter nur in geringen Mengen in den menschlichen Körper.

Nach heutigem Wissensstand sind die geschätzten Aufnahmemengen beim Menschen jedoch gering, so dass eine Gesundheitsgefährdung unwahrscheinlich ist.

Empfehlung

Nach aktuellem Wissensstand überwiegt der Nutzen von mineralischen und organischen UV-Filtern allfällige Risiken. Das BLV, das BAG, die Krebsliga und die Schweizerische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie empfehlen die konsequente Anwendung von Sonnenschutzmitteln auf der unbedeckten Haut als Ergänzung zum Aufenthalt im Schatten und dem Tragen von Kleidung.

Unter „Weitere Informationen“ finden sich zusätzliche Informationen über die Wirksamkeit eines Sonnenschutzmittels und das Logo für den UVA-Schutz.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 13.09.2019

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