Furocumarine

Furocumarine reagieren mit UV-Strahlen, was zu unerwünschten Effekten wie Hautschädigungen führen kann. In Kosmetika, die auf der Haut bleiben und Sonnenlicht ausgesetzt sind, dürfen sie deshalb nur in sehr geringen Mengen enthalten sein. Dafür gilt ein Grenzwert.

Furocumarine in Kosmetika

Furocumarine sind natürliche Stoffe, die in gewissen Pflanzen vorkommen – zum Beispiel in Schalen von Zitrusfrüchten. Bestimmte Furocumarine können durch Sonnenlicht hautschädigend wirken. Deshalb gelten bei kosmetischen Produkten, die UV-Strahlen ausgesetzt sein können, gesetzliche Höchstwerte für Furocumarine.

Gesetzliche Vorgaben

Furocumarine sind in der Verordnung über kosmetische Mittel geregelt. Sie dürfen in Kosmetika grundsätzlich nicht enthalten sein – mit Ausnahme von Spuren, die natürlich in ätherischen Ölen vorkommen.

Für Produkte, die auf der Haut bleiben («leave-on») und der Sonne ausgesetzt sein können, gilt: Der Gesamtgehalt einer kleinen Gruppe von acht Furocumarinen, die gesundheitlich am relevantesten sind, darf 1 mg/kg (1 ppm) nicht überschreiten. Dies betrifft die folgenden spezifischen Furocumarine: Byakangelicol, Epoxy-Bergamottin, Isopimpinellin, 5-Methoxypsoralen, 8-Methoxypsoralen, Oxypeucedanin, Oxypeucedanin hydrate, Psoralen.

Für welche Produkte gilt der Grenzwert?

Ziel der Regelung ist, fototoxische Reaktionen auf der Haut zu vermeiden. Deshalb gilt der Grenzwert von 1 ppm für alle «leave-on»-Produkte, die bei üblicher Anwendung Sonnenlicht ausgesetzt sein können. Dazu gehören insbesondere:

  • Hautcremes, Emulsionen, Lotionen, Gels und Öle
  • Lippenpflege und Lippenkosmetika
  • Sonnen- und Selbstbräunungsmittel
  • Aftershaves, die auf der Haut bleiben

Nicht betroffen sind unter anderem:

  • Nagelpflege und Nagelkosmetika
  • Haarpflegeprodukte
  • Zahn- und Mundpflege
  • Deodorants
  • Nachtpflege
  • Produkte, die abgespült werden («rinse-off»)
  • Parfüms und Eaux de Toilette (da sie meist nicht an sonnenexponierten Stellen angewendet werden)

Warum sind Furocumarine problematisch?

Bestimmte Furocumarine können durch UV-Strahlung aktiviert werden und dann mit Hautbestandteilen wie Eiweissen oder der DNA reagieren. Das kann akute Reizungen wie Rötungen oder Schwellungen auslösen und das Erbgut verändern. Die Folge: erhöhtes Hautkrebsrisiko durch genotoxische Karzinogenität.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 31.12.2025

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