Vollzug des Artenschutz-Abkommens CITES

Das BLV ist die Vollzugsbehörde des internationalen Artenschutzabkommens in der Schweiz. Im Einklang mit diesem Abkommen werden damit auch in der Schweiz weltweit bedrohte Tiere und Pflanzen vor dem Aussterben geschützt.

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Aktuell

Schärfere Sanktionen beim illegalen Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen

 

Das BGCITES setzt das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES-Übereinkommen) um. Es enthält insbesondere Regelungen zur Ein-, Durch- und Ausfuhr gefährdeter Tiere und Pflanzen.

An seiner Sitzung vom 18.09.2020 hat der Bundesrat die Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über den Verkehr mit Tieren und Pflanzen geschützter Arten (BGCITES) verabschiedet. Mit der Änderung sollen die strafrechtlichen Sanktionen insbesondere bei schweren Fällen von illegalem Handel verschärft werden.

Schwere Fälle von illegalem Handel mit international geschützten Tieren und Pflanzen sollen künftig ein Verbrechen darstellen. Neu gilt zudem eine Informationspflicht für Personen, die Exemplare geschützter Arten verkaufen. Weiter sehen die vorgeschlagenen Änderungen die Möglichkeit von zeitlich begrenzten Einfuhrverboten vor.

(18.09.2020)

Turtle

Grundlage für die Umsetzung des Artenschutz-Abkommens bildet das Bundesgesetz über den Verkehr mit Tieren und Pflanzen geschützter Arten (BGCITES). Dieses Gesetz regelt den Import und Export von Tieren und Pflanzen geschützter Arten und von daraus hergestellten Produkten.

Vollzug CITES-Abkommen

Das CITES- Abkommen ist eine internationale Handelskonvention mit dem Ziel, die Tier- und Pflanzenpopulation nachhaltig zu nutzen und zu erhalten. Mit der Artenschutz-Gesetzgebung (BGCITES, Verordnung CITES und die CITES-Kontrollverordnung) kann der Vollzug risikobasiert, flexibel und im Einklang mit internationalen Verpflichtungen und Entwicklungen gestaltet werden.

Für wissenschaftliche Fragen im Zusammenhang mit dem CITES-Übereinkommen steht dem BLV die Fachkommission CITES beratend zur Seite.

Andere Vollzugsaufgaben im Artenschutz

Gemäss BGCITES gelten Tier- und Pflanzenarten als geschützt, wenn sie in einem Mass der Natur entnommen oder gehandelt werden, das eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Bestände gefährden könnte.
Unter diesem Aspekt wird das BLV auch mit anderen Aufgaben betraut, um den internationalen Artenschutz in der Schweiz zu vollziehen.

Schutz der Wale

Als Mitglied der internationalen Walfangkommission strebt die Schweiz die Rolle eines verlässlichen, vermittelnden Partners an.

Nationaler Artenschutz

Durch den Vollzug von nationalen Gesetzen und internationalen Abkommen setzt sich die Schweiz für den Artenschutz ein – international, aber auch national.
Für den Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenarten ist das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zuständig. Die Kantone und Gemeinden sowie private Institutionen leisten ebenfalls wertvolle Beiträge, etwa durch die Einrichtung von Schutzgebieten.  

Weitere Informationen

Letzte Änderung 24.09.2020

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