CITES

CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) ist eine Handelskonvention mit dem Ziel, die Tier- und Pflanzenpopulation unserer Welt nachhaltig zu nutzen und zu erhalten.

Gepard

Aktuell

Internationale Initiative für einen besseren Schutz von Löwen, Geparden, Wildhunden und Leoparden

Das erste Treffen der African Carnivore Initiative (ACI) endete in Bonn mit der Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung, die folgende Punkte enthält:

  • Die Hauptfaktoren für die Gefährdung dieser Arten sind Habitatsverlust, Verlust der Nahrungsbasis, illegales Töten aus verschiedenen Gründen (Konflikte mit lokaler Bevölkerung sowie für den nationalen und internationalen illegalen Handel) sowie nicht nachhaltige Trophäenjagd.
  • Aufgrund des Rückgangs aller Arten in grossen Teilen Afrikas sind dringende Massnahmen notwendig. Die Ursprungsländer der vier Arten werden aufgefordert, diese Gefährdungsgründe aktiv anzugehen, für alle vier Arten Aktionspläne zu erarbeiten oder zu erneuern, diese umzusetzen und regelmässig anzupassen.
  • Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, die Ursprungsländer entsprechend zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurden verschiedene sehr konkrete Empfehlungen an die Vertragsstaatenkonferenzen von CITES und CMS formuliert, damit dies auch geschehen kann.
  • Zur Begleitung und Weiterverfolgung all dieser geplanten und zusätzlich notwendigen Aktivitäten wurde die Weiterführung der ACI empfohlen. Es soll ein Arbeitsprogramm formuliert werden, welches in den kommenden Jahren die Aktivitäten zwischen CITES und CMS koordiniert und evaluiert.

CITES und CMS dankten der Schweiz und der IUCN Cat Specialist Group ausdrücklich für ihre Unterstützung.

(09.11.2018) 

Logo CITES

Schon vor langer Zeit wurde erkannt, dass sich der übermässige internationale Handel für viele Arten zu einer ernsthaften Gefahr entwickelt. Deshalb wurde 1973 das "Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen" - kurz CITES (auch bekannt als Washingtoner Artenschutzabkommen) - ins Leben gerufen. Die Schweiz gehört zu den Erstunterzeichnenden dieses Übereinkommens. Das Sekretariat von CITES befindet sich in Genf. Heute haben sich bereits über 180 Länder verpflichtet, zugunsten des Artenschutzes durch CITES zusammenzuarbeiten.

CITES – geregelter Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten

Gefährdete Tier- und Pflanzenarten sollen nur in dem Mass gehandelt werden, wie dies ihre natürlichen Bestände erlauben. Ein nachhaltiger, geregelter Handel ist dabei oft ein effizienterer Schutz als ein absolutes Handelsverbot. Als Handel im Sinne von CITES gilt jeder Grenzübertritt.

Der Export und Import von lebenden Tieren und Pflanzen oder deren Teilen und Produkten sind je nach Gefährdungsgrad entweder verboten oder brauchen eine Bewilligung.

Mittlerweile befinden sich mehr als 5'000 Tier- und 28'000 Pflanzenarten in den CITES-Anhängen (siehe „Weitere Informationen“). Die durch CITES geschützten Arten sind je nach Gefährdungsgrad in drei Schutzstufen eingeteilt.

CITES-Anhänge

  • Anhang I: Im Anhang I aufgeführte Arten sind akut gefährdet. Der Handel mit diesen Exemplaren ist stark eingeschränkt oder verboten (z.B. Elfenbein, Schildpattprodukte). Ausgenommen sind u.a. Vorerwerbsexemplare*, Produkte, die nachweislich von Zuchttieren stammen, sowie solche für Erhaltungszuchtprogramme und Forschungszwecke.

  • Die im CITES Anhang II und III aufgeführten Arten könnten gefährdet werden, wenn deren Handel nicht kontrolliert würde.
     

* Vorerwerbsexemplare: Exemplare, welche in den Handel kamen, bevor das Übereinkommen für die betreffende Art in Kraft trat (z.B. Antiquitäten mit Elfenbein).

CITES und die Schweiz

Als Vollzugsbehörde von CITES leistet das BLV einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten und ihren Lebensräumen. In der Schweiz sind für den Import und den Export von CITES-Exemplaren meist eine Einfuhrbewilligung und eine Ausfuhrbewilligung notwendig. Diese werden vom BLV ausgestellt.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 09.11.2018

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