Ausrottung BVD

Der grosse Einsatz hat sich gelohnt: Die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) ist in der Schweiz beinahe ausgerottet. Jetzt gilt es, die letzten PI-Tiere auszumerzen und Neuinfektionen zu verhindern. An alle Tierhaltenden und Veterinäre lautet der Appell: Wachsam bleiben.

Die Bovine Virusdiarrhoe ist eine auszurottende Tierseuche. Von 2008 bis 2012 wurde sie mit einem speziellen Programm bekämpft (siehe „im Detail“ BVD-Ausrottungsprogramm 2008–2012): Zunächst wurden alle Rinder der Schweiz, anschliessend während vier Jahren alle neugeborenen Kälber auf das BVD-Virus untersucht. Durch gezieltes Ausmerzen von persistent mit dem Virus infizierten Tieren (PI-Tiere) konnte ihr Vorkommen unter den neugeborenen Kälbern von anfänglich 1,4 % auf unter 0,02 % (Dezember 2012) reduziert werden.

Seit 2012 werden die Betriebe, in denen BVD ausgerottet ist (BVD-freie Betriebe) aktiv überwacht. Im Rahmen dieses Untersuchungsprogramms werden Tankmilchproben bzw. Blutproben einer Gruppe von Rindern eines Betriebs darauf hin untersucht, ob sie Abwehrstoffe (sog. Antiköper) gegen die BVD aufweisen (siehe „im Detail“ Die Überwachung der BVD heute).

Mit den getroffenen Massnahmen und Dank des grossen Einsatzes von Tierhaltenden, Tierärzteschaft und Veterinärbehörden sind heute über 99 % der Schweizer Rindviehhaltungen amtlich anerkannt frei von der BVD.

Allerdings ist die BVD noch nicht vollständig ausgerottet. Jedes heute noch vorhandene PI-Tier kann das Virus massiv verbreiten und so den bisher erreichten Erfolg des BVD-Ausrottungsprogramms gefährden. Daher sind Tierhaltende und Veterinäre aufgefordert, wachsam zu bleiben. Die letzten PI-Tiere müssen aufgespürt und ausgemerzt werden. Sperren sind strikt einzuhalten. Gesperrte Kühe müssen zum Abkalben isoliert und ihre neugeborenen Kälber auf das BVD-Virus untersucht werden.  

Kümmernde Kälber, Fruchtbarkeitsstörungen und Aborte können durch BVD verursacht sein. Tiere – insbesondere nach der Sömmerung – sollten daher genau beobachtet und bei Auffälligkeiten getestet werden.

Beim Rinderkauf ist zusätzlich Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich, den BVD-Status des Rindes und seines Herkunftsbetriebs vorgängig in der Tierverkehrsdatenbank (TVD) zu überprüfen, um eine Viruseinschleppung in den Betrieb zu vermeiden. Weitere Tipps dazu sind im Merkblatt „So bleibt die Rindviehhaltung BVD-frei“ festgehalten, welches kostenlos bestellt werden kann (siehe Publikationen).  

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Letzte Änderung 27.12.2017

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