Stoffe im Fokus

Unerwünschte Stoffe in Lebensmitteln stehen oft im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Sie werden nicht absichtlich einem Lebensmittel hinzugefügt, sondern kommen natürlicherweise in Pflanzen vor.  

Unerwünschte Stoffe können aufgrund einer Verunreinigung der Umwelt in Lebensmittel gelangen. In hohen Konzentrationen können auch natürlicherweise in Pflanzen vorkommende Stoffe in einem Lebensmittel unerwünscht sein.

Unerwünschte Stoffe können auch während des Herstellungsprozesses, der Gewinnung, Verarbeitung, Lagerung oder Verpackung in das Lebensmittel gelangen oder entstehen. Auch Chemikalien sind ein wesentlicher Bestandteil unseres täglichen Lebens. Einige dieser chemischen Substanzen können ungewollt als sogenannte endokrine Disruptoren schädliche Auswirkungen auf das Hormonsystem haben (siehe „Weitere Informationen").  

Ab einer bestimmten Konzentration können sie gesundheitsgefährdend sein. Daher wird das Risiko eines Stoffes beurteilt und die notwendigen Massnahmen werden getroffen. In Zusammenarbeit mit der Industrie gilt es bestimmte Stoffe in der Lebensmittelkette zu minimieren. Als mögliche Konsequenz werden zum Schutz der Gesundheit in der Lebensmittelgesetzgebung Höchstgehalte für die unerwünschten Stoffe in Lebensmitteln festgelegt.  

Dunkle Pommes Frites

Acrylamid

Die chemische Substanz Acrylamid entsteht beim Erhitzen von kohlehydratreichen Lebensmitteln wie z.B. Kartoffeln. Die Substanz gilt für den Menschen als wahrscheinlich krebserregend.

Arsen

Arsen

Arsen ist ein Halbmetall, das in der Umwelt und somit in Lebensmitteln vorkommen kann. Da der Stoff als krebserregend gilt, sollte er in möglichst geringen Mengen in Lebensmitteln enthalten sein.

Bisphenol F

Bisphenol F

Bisphenol F (BPF) ist eine chemische Verbindung, die in Kunststoffen verwendet wird. Sie wurde auch in Senf aus weissen Senfkörnern nachgewiesen. Das BLV stuft die Gesundheitsrisiken von BPF in Senf als gering ein.

Wildpfanne als Symbolbild für das Thema Blei im Wildfleisch

Blei

Wenn Blei in den menschlichen Körper gelangt, können Organe geschädigt und Körperfunktionen gestört werden. Blei kann durch bleihaltige Jagdmunition ins Wildfleisch gelangen.

Pillen fallen mit Messband aus einer Dose

2,4-Dinitrophenol (DNP) und Dimethylamylamin (DMAA)

DNP und DMAA sind chemische Substanzen, die unter anderem zur Gewichtsreduktion oder zur Leistungssteigerung eingesetzt werden. Aufgrund ihrer schwerwiegenden Nebenwirkungen sind beide für den menschlichen Konsum nicht geeignet. Das BLV rät dringend von jeglichem Konsum ab.

Dioxine und polychlorierte Biphenyle

Dioxine und polychlorierte Biphenyle

Dioxine und PCB sind gesundheitsgefährdende Umweltkontaminanten. Sie reichern sich vor allem in fettreichen tierischen Lebensmitteln an. In der Schweiz wurden Untersuchungsprogramme durchgeführt, um Dioxin- und PCB-Gehalte in Lebensmitteln zu überwachen.

Karotten, die aus frischer Erde hervorlugen

Quecksilber

In der Schweiz gibt es Böden, die mit Quecksilber vorbelastet sind. Das Quecksilber kann in Gemüse gelangen, das dort gezogen wird.

Glyphosate

Glyphosat

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln.

Tropanalkoide

Tropanalkaloide

Tropanalkaloide sind natürliche pflanzliche Inhaltsstoffe. Einige Tropanalkaloide können in getreidehaltige Lebensmittel gelangen, sind jedoch wegen ihrer Toxizität unerwünscht und können zu gesundheitlichen Beschwerden führen.

Baby trinkt aus Flasche

MCPD, Glycidol u.a.

Babymilch-Produkte können unerwünschte Stoffe enthalten. Was empfiehlt das BLV den Eltern?

Weitere Informationen

Letzte Änderung 17.04.2018

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