Einfuhr aus Drittstaaten

Bei der Einfuhr von Tieren und Produkten tierischer Herkunft aus Drittländern muss an der Grenze eine TRACES-Notifikation erstellt werden.

In der Schweiz müssen grenztierärztlich kontrollpflichtige Sendungen aus Drittländern, die über die internationalen Flughäfen in Zürich und Genf eingeführt werden, vorangemeldet werden. Bei Tieren muss dies spätestens einen Arbeitstag vor der Landung, bei Warensendungen vor der Landung des Flugzeuges erfolgen. Dazu muss die anmeldepflichtige Person (Importeur oder durch eine von ihm mit dieser Aufgabe betraute Person, z. B. ein Spediteur) die Seite 1 des GGED im elektronischen System TRACES erfassen und dem grenztierärztlichen Dienst zusenden. Kontrollpflichtige Sendungen, die nicht im System TRACES erfasst wurden, weist der grenztierärztliche Dienst zurück.

Für den Zugang zu TRACES zur Erfassung einer solchen Voranmeldung ist zwingend eine (kostenlose) Schulung durch das BLV erforderlich (siehe Administration und Kundendienst rund um TRACES).

Das BLV empfiehlt Betrieben, die nur wenige Sendungen pro Jahr via die Flughäfen Zürich oder Genf  importieren, die erforderliche Voranmeldung an eine Speditionsfirma auszulagern, die über entsprechend geschultes Personal verfügt. Solche Firmen verfügen über die entsprechende Erfahrung im Umgang mit dem System und sind über allfällige Änderungen im Anmeldungsprozedere stets auf dem Laufenden.

Bei der grenztierärztlichen Untersuchung wird auf Seite 2 des Dokuments das Ergebnis der Kontrolle eingetragen. Nach elektronischer Unterschrift durch die Amtsperson werden die entsprechenden Daten mittels des Systems TRACES direkt an die zuständigen Vollzugsorgane am Standort des Betriebes übermittelt, der die Sendung schliesslich erhält. Das vom Grenztierarzt oder der Grenztierärztin abgestempelte Dokument ist Beleg für die Kontrolle und muss die Sendung bis an den im Dokument aufgeführten Bestimmungsort begleiten und dort aufbewahrt werden.

Voraussetzungen für die Erfassung

Um diese Erfassung in TRACES durchzuführen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Bestimmungsbetrieb muss in der Schweiz bereits im System TRACES erfasst sein. Die zuständigen kantonalen Vollzugsorgane verwalten die Unternehmungen mit ihren Unternehmeraktivitäten.
  • Die anmeldepflichtige Person muss Zugang zum System TRACES haben, wenn die Einfuhren via Flughafen Zürich oder Genf erfolgen. Der Zugang zum System TRACES steht nach einem entsprechenden Kursbesuch prinzipiell allen Personen offen.
  • Sowohl der Exporteur, der Herkunftsbetrieb, der Importeur und auch die anmeldepflichtige Person müssen in TRACES registriert sein.
  • Lebensmittelbetriebe in Drittländern müssen in der Regel von der EU zugelassen sein und von dieser in TRACES eingetragen werden. Bei lebenden Tieren und Honig kann der Herkunftsbetrieb auf Antrag des Importeurs vom BLV in TRACES erfasst werden.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 08.05.2020

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