Export und Wiederausfuhr artengeschützter Pflanzen und pflanzlicher Produkte

Für die Ausfuhr oder Wiederausfuhr von lebenden Pflanzen sowie pflanzlichen Teilen und Erzeugnissen, welche den CITES-Bestimmungen unterliegen, sind Zeugnisse des BLV erforderlich. Für Auslandsendungen anderer Pflanzen ist das Bundesamt für Landwirtschaft zuständig.

Die Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) gelten sowohl für lebende Pflanzen wie auch für pflanzliche Teile und Produkte. Welche Pflanzenarten dies betrifft, ist in Anhängen des Abkommens aufgelistet.

Lebende Pflanzen  

Für die Ausfuhr oder Wiederausfuhr von lebenden Pflanzen, welche den CITES-Bestimmungen unterstellt sind, ist ein Artenschutz-Zeugnis erforderlich. Für das Ausstellen solcher Artenschutz-Zeugnisse ist das BLV zuständig.

Aktuell

Holzinstrument

CITES – Neue Regelung betreffend Holz und Instrumente mit Holz

An der CITES-Vertragsstaatenkonferenz CoP17 beschlossene Änderungen treten 90 Tage nach Ende der Konferenz in Kraft. Damit das BLV diese Änderungen vollziehen kann, muss in der Schweiz das Übereinkommen und die entsprechende Verordnung angepasst werden. Dies ist ein längerer Prozess, so dass die gesetzlichen Grundlagen in der Schweiz erst im Frühling 2017 umgesetzt sein werden.  

Bis zur Umsetzung gelten die bisherigen Bestimmungen.  

Ab 2. Januar 2017:

Für Länder, die die Gesetzgebung angepasst haben:
Für sämtliche Bestellungen im Ausland von Holz oder einem Instrument mit geschütztem Holz sind entsprechende CITES-Ausfuhrbewilligungen nötig. Diese müssen mit der Ware mitgeliefert werden. Diese Bewilligungen können im BLV registriert und später für Wiederausfuhren verwendet werden.

Für Länder, die die Gesetzgebung noch nicht angepasst haben:
Für Importe aus diesen Ländern sind bis zur Umsetzung in der Schweiz noch keine CITES-Dokumente nötig. In solchen Fällen werden zukünftige Wiederausfuhr-Bewilligungen, gestützt auf die Lieferpapiere, mit welchen die Ware in die Schweiz gelangt ist, ausgestellt.

Weitere Information dazu unter dem nachfolgenden Link:  

Information betreffend Holzarten in den CITES Anhängen I-III (PDF, 55 kB, 23.12.2016)Beschlüsse der CITES-Vertragsstaatenkonferenz CoP17 vom Herbst 2016

23.12.2016

"In vitro"-Materialien, d.h. sterile Kulturen auf künstlichen Nährmedien in geschlossenen Gefässen, sind generell von den CITES-Bestimmungen ausgenommen.

Für Sendungen mit Pflanzen, welche nicht den CITES-Bestimmungen unterliegen, ist das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zuständig (siehe Link „Phytosanitäre Massnahmen“ unter „Weitere Informationen“). Dieses Bundesamt beantwortet auch Fragen im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzzeugnis (Phytosanitary Certificate). Für den Export in Mitgliedstaaten der EU ist kein Pflanzenschutzzeugnis mehr erforderlich. Für Samen ist, je nach Bestimmungsland, ein Pflanzenschutzzeugnis erforderlich. Der Importeur hat sich bei den zuständigen Behörden des Bestimmungslandes zu erkundigen.

Pflanzliche Teile und Produkte  

Für die Ausfuhr oder Wiederausfuhr von pflanzlichen Teilen und Produkten von Pflanzen, welche den CITES-Bestimmungen unterstellt sind, ist ein CITES-Zeugnis des BLV erforderlich. Dieses kann mit untenstehendem Gesuchsformular beantragt werden. Jedem Ausfuhrgesuch für pflanzliche Produkte muss die ausgefüllte Bestandeskontrolle beigefügt werden (siehe „Weitere Informationen“).

Wiederausfuhrzeugnisse werden nur ausgestellt, wenn die legale Einfuhr der Ware belegt werden kann. Dazu erhält der Importeur nach der Einfuhr einen Passierschein mit Referenznummer. Diese Nummer muss bei Wiederausfuhrgesuchen immer angegeben werden.

Grenzübertritt  

Bei Exporten in die EU sind die EU-Eintrittspforten für CITES-Waren zu benützen (siehe „Weitere Informationen“).

Weitere Informationen

Letzte Änderung 28.12.2016

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https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/import-und-export/export/pflanzen-und-pflanzliche-produkte.html