Joghurts und Frühstückscerealien

Joghurts sowie Frühstückscerealien gelten als gesunde Lebensmittel. Doch oft enthalten sie eine bedeutende Menge an zugesetztem Zucker. Der Bund hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des zugesetzten Zuckers in diesen Produkten zu reduzieren.

Frühstückmüesli mit Zuckerwürfeln

Joghurt und Frühstückscerealien werden als gesunde Lebensmittel wahrgenommen, obwohl sie mit den aktuellen Gehalten an zugesetztem Zucker eher zu den Desserts gezählt werden müssten. Doch im Gegensatz zu Desserts sind Joghurts und Müesli Milch- und Stärkeprodukte. Sie sind gemäss der Schweizer Lebensmittelpyramide wichtige Bestandteile für eine ausgewogene Ernährung, denn sie tragen unter anderem zu einer ausreichenden Eiweiss-, Calcium- und Nahrungsfaserzufuhr bei. Es ist somit nicht sinnvoll, die Portionengrössen einzuschränken oder vom Konsum abzuraten. Stattdessen strebt der Bund in Zusammenarbeit mit Lebensmittelproduzenten und Detailhändlern eine schrittweise Reduktion des Zuckergehaltes an. Mit der Erklärung von Mailand haben sie sich auf einen gemeinsamen Weg geeinigt.

Das BLV erhebt jährlich die Daten zum Zuckergehalt in Joghurt und Frühstückscerealien, um die versprochene Reduktion des Zuckers und damit die Wirkung der Erklärung von Mailand zu überprüfen.

Zuckerreduktion durch freiwillige Aktionsversprechen

Einige Unternehmen, welche die Erklärung von Mailand unterzeichnet haben, verwirklichen ihr Engagement mit einem freiwilligen Aktionsversprechen im Rahmen der Initiative actionsanté. Diese Initiative des BLV und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) unterstützt Unternehmen, die sich für die Förderung eines gesunden Lebensstils einsetzen.

Weiteres Vorgehen

Die Erhebungen des Zuckergehaltes zeigen, dass eine freiwillige Massnahme wie die Erklärung von Mailand Wirkung zeigt: Bei Joghurts und Frühstückscerealien wurde der Zuckergehalt bereits leicht gesenkt. Ob dies als Erfolg bezeichnet werden kann, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Der Zuckergehalt muss weiter gesenkt werden. Doch nicht nur Hersteller, sondern auch die Konsumentinnen und Konsumenten sowie der Lebensmittelhandel spielen eine wichtige Rolle. Die weniger stark gezuckerten Produkte sollen langfristig in den Regalen zu finden sein und natürlich auch gekauft werden.

Die nächste Überprüfung des Zuckergehaltes ist zum Ablauf der Erklärung von Mailand auf Ende 2018 geplant. An einem runden Tisch mit Bundesrat Alain Berset wurde jedoch entschieden, die Erklärung von Mailand im Rahmen des Aktionsplans der Schweizer Ernährungsstrategie bis 2024 weiterzuführen. Die Weiterführung soll dazu genutzt werden, um die Zuckerreduktion auf weitere, noch zu definierende Produktegruppen auszuweiten. Die Daten der nationalen Ernährungserhebung «menuCH» geben wertvolle Hinweise darauf, welche Lebensmittel und Getränke in der Schweiz am meisten zur hohen Zuckeraufnahme beisteuern. Ausserdem beobachtet das BLV die Entwicklungen in Europa, da das Thema Verbesserung der Lebensmittelzusammensetzung nicht nur die Schweiz beschäftigt. 

Weitere Informationen

Letzte Änderung 27.08.2019

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