Kennzeichnung

Haltende von Klauentieren, Pferden, Eseln, Hunden und Papageienvögeln müssen ihre Tiere kennzeichnen, Imker auch ihre Bienenstände. Die Kennzeichnung hilft bei der Seuchenbekämpfung. Sie ermöglicht die Identifikation und Rückverfolgbarkeit der Tiere.  

Aktuell

Tierverkehrsdatenbank: Beteiligung des Bundes und Betrieb klar geregelt

Die Kontrolle des Tierverkehrs ist wichtig, um Tierseuchen vorzubeugen und sie zu bekämpfen. Seit 1999 führt die Identitas AG im Auftrag des Bundes die Tierverkehrsdatenbank. Mit der Revision des Tierseuchengesetzes, die der Bundesrat an seiner Sitzung vom 28. März 2018 in die Vernehmlassung geschickt hat, sollen die Rolle des Bundes und die Verantwortlichkeiten klar geregelt werden.

(28.03.2018) 

Klauentiere

Kühe auf einer Weide

Die Kennzeichnung von Klauentieren muss eindeutig und dauerhaft sein. Sie muss die Identifikation des einzelnen Tieres ermöglichen. Die Kennzeichnung erfolgt durch das Anbringen von amtlichen Ohrmarken. Diese Ohrmarken werden von der Firma identitas AG vertrieben. Die Verantwortung für die Kennzeichnung liegt bei den Tierhaltenden.
Die Technische Weisung über die Kennzeichnung von Klauentieren regelt die Durchführung der Kennzeichnung (siehe „Weitere Informationen“).

Equiden

Drei Pferde

Equiden (pferdeartige Tiere wie Pferde, Esel, Pony etc.) müssen mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung darf von Tierärztinnen und Tierärzten durchgeführt werden oder  von Personen mit einem eidgenössisch anerkannten beruflichen Abschluss, der dazu befähigt, Tieren Injektionen zu verabreichen (TSV, Art. 15a).

Bienenstände

Biene an einer Wabe

Bienenstände sind durch den Imker nach den Vorgaben der zuständigen kantonalen Stelle mit der
Identifikationsnummer zu kennzeichnen. Die Identifikationsnummer muss von aussen gut sichtbar sein (TSV, Art. 19a).

Hunde

Hund

Hunde müssen mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in der Datenbank AMICUS registriert werden (siehe Registrierung). Damit sollen Abklärungen nach Beissunfällen, in Seuchenfällen sowie bei entlaufenen, verwahrlosten oder ausgesetzten Hunden erleichtert werden. Die Mikrochips dürfen in der Schweiz nur von Tierärztinnen und Tierärzten implantiert werden.  

Tierhaltende eines importierten Hundes müssen dessen Kennzeichnung innert 10 Tagen nach der Einfuhr von einer Tierärztin oder einem Tierarzt überprüfen und der Datenbank AMICUS melden lassen.

Die Vorschriften für die Kennzeichnung und Registrierung von Hunden in der Schweiz unterscheiden sich von den Regelungen für das Reisen mit Hunden ins Ausland. Bei Auslandreisen müssen Tierhaltende die Vorschriften für das Reisen mit Heimtieren beachten.

Papageienvögel

Zwei Papageien in einem Baum

Wer mit Papageienvögeln (Psittaciformes) Handel treibt, hat sie dauerhaft, individuell zu kennzeichnen. Das Kennzeichen muss in die Bestandeskontrolle eingetragen werden (TsV, Art. 19)

Weitere Informationen

Letzte Änderung 28.03.2018

Zum Seitenanfang

https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/tiere/transport-und-handel/tierverkehrskontrolle/kennzeichnung.html