Tierverkehrskontrolle

Viele Tierbestände und Tiere müssen registriert und gekennzeichnet werden. Diese Regelungen bilden die Grundlage der Tierverkehrs- und Bestandeskontrolle, ermöglichen eine effiziente  Seuchenbekämpfung und können ein Verschleppen von Seuchen verhindern.

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Aktuell

Start der Tierverkehrsdatenbank (TVD) Schafe und Ziegen

Die Aufzeichnung des Tierverkehrs ist für die wirksame Tierseuchenbekämpfung sowie für die Sicherheit von Lebensmitteln tierischer Herkunft von grosser Bedeutung. Der Bundesrat hat deshalb entschieden, die eindeutige Identifikation und Meldepflicht auf Schafe und Ziegen auszudehnen.

Sämtliche Bewegungen von Geburt bis Tod von Schafen und Ziegen müssen ab Januar 2020 in der (TVD) registriert werden, wobei es Übergangsfristen gibt. Die Meldungen an die Datenbank können ab dem 6. Januar 2020 gemacht werden, unter www.agate.ch. Zudem brauchen alle Tiere neu zwei Ohrmarken.

Alle ab 1. Januar 2020 geborenen Schafe und Ziegen müssen bis spätestens 30 Tage nach der Geburt in der TVD registriert werden. Vor 2020 geborene Tiere sind beim ersten Verstellen oder spätestens bis Ende 2020 zu erfassen.

Vor dem 1. Januar 2020 geborene Schafe müssen bis zum 31. Dezember 2022 mit einer elektronischen Ohrmarke nachmarkiert werden. Verlassen sie die Tierhaltung vor Ende 2022, müssen sie vor dem Verstellen nachmarkiert werden.

Vor dem 1. Januar 2020 geborene Ziegen brauchen erst ab 1. Januar 2023 eine zweite Ohrmarke, auch wenn sie bis dahin verstellt werden.

Die neu geborenen Tiere müssen alle mit zwei Ohrmarken gekennzeichnet werden. Bei neugeborenen Schafen muss eine davon elektronisch sein.

 

(23.10.2019)

Wo Tierverkehr stattfindet, besteht auch das Risiko, dass Krankheiten und Seuchen verschleppt werden. Als Bestandteil der Tierverkehrskontrolle ermöglichen die Registrierung, die Kennzeichnung sowie die Bestandeskontrollen eine Rückverfolgbarkeit der Tiere bis in den Herkunftsbetrieb. Damit kann im Seuchenfall schnell und effizient reagiert werden.

Die Vorschriften über die Tierverkehrskontrolle sind für Tierhaltende in Merkblättern (siehe „Weitere Informationen“) und auf den folgenden Seiten zusammengefasst.

Registrierung

Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Equiden, Hunde, Geflügel- und Bienenhaltungen sowie Fischzuchten müssen registriert werden. Die Registrierung hilft bei der Seuchenbekämpfung, indem sie die Identifikation und Rückverfolgbarkeit der Tiere ermöglicht.

Kennzeichnung

Haltende von Klauentieren, Equiden, Hunden und Papageienvögeln müssen ihre Tiere kennzeichnen, Imker auch ihre Bienenstände. Die Kennzeichnung hilft bei der Seuchenbekämpfung. Sie ermöglicht die Identifikation und Rückverfolgbarkeit der Tiere.

Bestandeskontrolle

In Betrieben, in denen Klauentiere, Geflügel, Bienen, Papageienvögel oder Wassertiere gehalten werden, muss eine Bestandeskontrolle geführt werden.

Sömmerung und Winterung

Tiere werden zur Sömmerung auf Weiden und Alpen getrieben. Die Sömmerungsvorschriften helfen dabei, den Schutz der Tiere zu gewährleisten und das Risiko einer Übertragung von ansteckenden Krankheiten zu minimieren.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 08.11.2019

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