Haltung und Pflege

Pferde und andere Equiden bewegen sich von Natur aus viele Stunden zur Nahrungsaufnahme und leben in einer Herde. Deshalb brauchen Equiden Kontakt zu Artgenossen, viel Bewegung und täglich mehrmals Raufutter.

Im Fokus

Bild mit drei Esel

Neue Fachinformation: Esel tiergerecht halten - Esel sind keine Pferde.

10.03.2026: Esel und Pferde gehören beide zur Familie der Equiden und sind genetisch eng verwandt. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich in Herkunft, natürlichen Bedürfnissen und Verhalten. Eine neue Fachinformation zu Eseln zeigt ihre Besonderheiten und deren Bedeutung für eine tiergerechte Haltung. Sie richtet sich an Eselhaltende sowie an kantonale Veterinärdienste, die den Vollzug der Tierschutzgesetzgebung sicherstellen.

Pferd grast auf einer Weide vor der aufgehenden Sonne

Equiden sind Fluchttiere, die ihr Umfeld überblicken können wollen. Für die Equiden ist es wichtig, dass ihre Bewegungsfreiheit nicht zu sehr eingeschränkt wird. Deshalb sind in der Tierschutzverordnung Mindestflächen festgelegt. Zudem ist auch für genutzte Equiden freie Bewegung in einem Auslauf oder auf einer Weide vorgeschrieben.

Equiden muss mindestens Sicht-, Hör- und Geruchkontakt zu einem Artgenossen gewährt werden. Als Artgenossen für die einzelnen Equidenarten gelten bei Pferden: Pferde, Maultiere und Maulesel; bei Eseln: Esel, Maultiere und Maulesel; bei Maultieren und Mauleseln: Maultiere, Maulesel, Pferde und Esel. Jungtiere müssen in der Gruppe mit mindestens einem Artgenossen aufgezogen werden.

Equiden muss für die einwandfreie Verdauungsfunktion und zur arttypischen Beschäftigung ausreichend viel und oft Raufutter gefüttert werden.

Wer für die Haltung von mehr als fünf Equiden verantwortlich ist, muss über eine Ausbildung verfügen.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 10.03.2026

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