Chlorothalonil

Gestützt auf eine neue Risikobewertung betreffend Abbauprodukte von Chlorothalonil-haltigen Pflanzenschutzmitteln kann eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden.

pestizide

Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er Jahren gegen Pilzbefall als sogenanntes Fungizid zugelassen ist. Er wird im Getreide-, Gemüse-, Wein- und Zierpflanzenbau eingesetzt.

 

Vorkommen

Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln können Abbauprodukte, die sogenannten Metaboliten, entstehen. Diese können ins Grundwasser und somit ins Trinkwasser gelangen. Bei den Metaboliten muss unterschieden werden, ob es sich dabei um biologisch wirksame Produkte handelt oder nicht. Kann eine gefährliche Wirkung nicht ausgeschlossen werden, wird der Metabolit als «relevant» beurteilt. Im Trinkwasser gelten für Rückstände von relevanten Metaboliten strengere Anforderungen.

Risikobewertung

Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) hat in ihrer neuen Risikobewertung festgehalten, dass für Abbauprodukte von Chlorothalonil Hinweise für eine Gesundheitsgefährdung bestehen. Das BLV kam zur gleichen Schlussfolgerung wie die EFSA. Somit sind die Metaboliten jetzt als relevant zu beurteilen.

Es müssen die notwendigen Massnahmen getroffen werden, da die Anforderungen für die Zulassung von Chlorothalonil-haltigen Pflanzenschutzmitteln nicht mehr erfüllt sind. Das Prozedere für den Widerruf der Bewilligung wurde durch die Zulassungsstelle, Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), bereits gestartet. Vorbehaltlich von Einsprachen werden die Chlorothalonil-haltigen Pflanzenschutzmitteln anfangs Herbst in der Schweiz nicht mehr anwendbar sein. 

Weitere Informationen

Letzte Änderung 05.07.2019

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https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/stoffe-im-fokus/pflanzenschutzmittel/chlorothalonil.html