One Health

Die enge Zusammenarbeit zwischen der Veterinär- und Humanmedizin ist Voraussetzung für die Erhaltung und Förderung der Gesundheit von Mensch und Tier, für die Einsparung von Ressourcen und den Erhalt einer intakten Umwelt. Dieser interdisziplinäre Ansatz nennt sich One Health.

Aktuell

Schweineinfluenza: aktuelles Ereignis einer Zoonose

Influenzaviren von Menschen und Schweinen sind einander so ähnlich, dass sich Menschen und Schweine gegenseitig anstecken können. Anfang Jahr wurde im Rahmen eines auf dem One Health-Ansatz basierenden Überwachungsprojektes bei einem Schweizer Landwirt das Schweineinfluenzavirus nachgewiesen. Der Fall wurde der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet. 

Es handelt sich um den sechsten nachgewiesenen Fall seit Beginn des Projektes 2001; der letzte wurde 2016 erfasst. Dies zeigt, dass das Virus nach wie vor in der Schweiz zirkuliert und sich Menschen bei Schweinen sporadisch anstecken können. Akute grippeähnliche Symptome bei Schweinen und Schweinehaltenden sollten daher gemeldet werden. 

Weitere Informationen zum Projekt:

Schweineinfluenza bei Schwein und Mensch

(03.05.2018) 

Es gibt verschiedene Einflüsse, welche die Gesundheit von Mensch und Tier gleichermassen gefährden. Beispiele dafür sind Krankheiten, die zwischen Mensch und Tier übertragen werden, durch Insekten übertragene Infektionskrankheiten oder resistente Erreger. Treibende Kräfte wie der Klimawandel oder die Globalisierung verstärken die Bedeutung dieser Gefahren und machen sie zunehmend zu globalen Herausforderungen. Erreger von Infektionskrankheiten können beispielsweise mit dem intensiven Personen-, Tier- und Warenverkehr in Länder eingeschleppt werden, in welchen sie ausgerottet waren oder noch nie vorgekommen sind. Der interdisziplinäre Ansatz von One Health ist bei der Bewältigung solcher Gefahren unabdingbar. 

Umsetzung von One Health

Die nationalen und kantonalen Zuständigkeiten für die öffentliche Gesundheit, die Tiergesundheit, die Landwirtschaft und die Umwelt sind in der Schweiz auf verschiedene Departemente verteilt. Die erfolgreiche Prävention und Bekämpfung von bereichsübergreifenden Gefahren erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen. Zu diesem Zweck wurde das Unterorgan One Health geschaffen. Das Unterorgan koordiniert Ziele und Strategien zur Früherkennung, Überwachung und Bekämpfung von gesundheitlichen Risiken und unterstützt dabei die zuständigen Ämter beim Bund und in den Kantonen.

Weitere Informationen 

Letzte Änderung 03.05.2018

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