Sauerbrut der Bienen

Die Sauerbrut ist eine sehr ansteckende bakterielle Erkrankung der Bienenbrut. Die Krankheit verläuft rasch. Die Bienenmaden sterben schon in der Brutzelle. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich.

Meistens sind nur einzelne Völker von der Sauerbrut betroffen. Die Krankheit verläuft rasch. Die erkrankten Maden verfärben sich gelblich bis schwarz-braun und werden zu einer breiigen bis wässrig-körnigen Masse. Sie sterben schon bevor die Brutzellen von den Bienen mit Wachs verschlossen werden (Verdeckelung). Von der Sauerbrut befallene Bienenstöcke können unangenehme Gerüche nach Käse oder Fussschweiss entwickeln oder auch säuerlich riechen – daher der Name Sauerbrut. Eingetrockneter, glatt glänzender Schorf findet sich in der Regel am Zellgrund. Er lässt sich leicht als Schuppe aus der Zelle heben.

Ansteckung und Verbreitung  

Der Erreger, das Bakterium Melissococcus plutonius, wird hauptsächlich durch Bienenzukauf, verseuchte Waben, Räuberbienen, „verseuchte" Geräte oder den Imker übertragen. Der Erreger ist weltweit verbreitet und kommt in der Schweiz häufig vor. Einen Überblick über die Seuchenlage in der Schweiz verschafft die Datenbank Tierseuchenfälle Schweiz.

Was tun?

  • Vorsicht: Einschleppungsgefahr beim Zukauf neuer Bienen in den Bestand!
  • Bei jeder Völkerkontrolle auf das Brutbild achten! Lückenhafte Brutflächen und eingefallene Zellendeckel sind verdächtig.


Es existiert kein vorbeugender Impfstoff gegen die Sauerbrut der Bienen.

Die Sauerbrut der Bienen ist eine zu bekämpfende und somit meldepflichtige Tierseuche.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 04.07.2017

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