Infektiöse hämatopoietische Nekrose

Die Infektiöse hämatopoietische Nekrose ist eine Viruskrankheit junger Lachse und Regenbogenforellen. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Die Infektiöse hämatopoietische Nekrose befällt pazifische und atlantische Lachse sowie Regenbogenforellen. Andere Lachsfische (Salmoniden) sind recht widerstandsfähig.

Befallene Fische sind unter 150 g schwer und zeigen Dunkelfärbung, Glotzaugen, aufgetriebene Bäuche und Kotschnüre. In der Brut sind massive Dottersackblutungen häufig. Die Erkrankung führt bei der Brut zu hohen Verlusten, bis zu 100 % innert 8–15 Tagen. Bei älteren Fischen werden Abgänge seltener. Fische ab etwa 150 g zeigen in der Regel weder Krankheitsanzeichen noch Abgänge.

Ansteckung und Verbreitung  

Der Erreger ist ein Virus der Gattung Novirhabdovirus. Er kann über zugekaufte befallene Fische oder Eier in einen Bestand eingeschleppt werden. Ebenso ist eine indirekte Übertragung möglich über Wasser, Geräte und Transportmittel, aber auch über fischfressende Vögel. Hohe Besatzdichten und grosse Temperaturschwankungen im Frühling und Herbst begünstigen eine Ansteckung.

Die Krankheit kommt in Asien, Amerika und Europa vor und seit 1993 auch in der Schweiz. Einen Überblick über die Seuchenlage in der Schweiz bietet die Datenbank Tierseuchenfälle Schweiz.

Was tun?  

  • Darauf achten, dass die Krankheit nicht durch zugekaufte Tiere oder Eier in einen Bestand eingeschleppt wird.

Impfstoffe gegen die Krankheit sind in der Schweiz nicht zugelassen.

Die Infektiöse hämatopoietische Nekrose ist eine auszurottende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt/der Bestandestierärztin melden.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 04.07.2017

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