Gemeinschaftsgastronomie

In der Schweiz verpflegen sich täglich fast eine Million Personen in der Gemeinschaftsgastronomie. Daher hat sie einen grossen Einfluss auf die Ernährung. Das BLV setzt sich für die Umsetzung der «Schweizer Qualitätsstandards für eine gesundheitsfördernde Gemeinschaftsgastronomie» ein.

Aktuell

Betreute Verpflegung im Umfeld der Schule

Das BLV hat die Schweizerische Gesundheitsstiftung Radix beauftragt, einen Leitfaden und Checklisten für ausgewogene und nachhaltige Mittagessen in Tagesstrukturen und betreuten Mittagstischen zu erarbeiten. Diese sind nun erschienen und können auf der Webseite von Radix heruntergeladen und ab 10. September 2018 in Papierform gratis im BBL, Vertrieb Bundespublikationen, bestellt werden.

(25.06.2018)

Essensausgabe in einer Kantine

 

Eine gesunde Ernährung von Schülerinnen und Schülern, Mitarbeitenden eines Unternehmens oder von Heimbewohnerinnen und -bewohnern ist in vielfacher Hinsicht wichtig: 

 

  • Die Schule ist ein geeigneter Ort, um den Geschmackssinn auszubilden, sich gesunde Essgewohnheiten anzueignen und Ernährungsgrundlagen zu erlernen. Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für das Wachstum, die psychomotorische Entwicklung und die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.
  • Am Arbeitsplatz trägt eine ausgewogene Ernährung kurzfristig dazu bei, dass die Mitarbeitenden körperlich und geistig besser in Form bleiben. Längerfristig verringert dies krankheitsbedingte Absenzen und unproduktive Arbeitsphasen.
  • In Alters- und Pflegeheimen sind die Mahlzeiten wichtige Orientierungspunkte im Tagesverlauf und fördern den sozialen Austausch. Eine ausgewogene Ernährung ermöglicht eine optimale Zufuhr von wichtigen Nährstoffen und trägt somit zur Gesundheit der Seniorinnen und Senioren bei.

Betreute Verpflegung im Umfeld der Schule

Die Schweizerische Gesundheitsstiftung Radix erarbeitete im Auftrag des BLV praxisnahe Hilfsmittel, die eine wichtige Basis für ein ausgewogenes und nachhaltiges Mittagessen in Tagesstrukturen und an betreuten Mittagstischen legen. Die «Schweizer Qualitätsstandards für eine gesundheitsfördernde Gemeinschaftsgastronomie» dienten dabei als Grundlage für den Leitfaden und die Checklisten. Diese praxisnahen Qualitätsstandards zur Organisation, Verpflegung, Pädagogik sowie für den Umgang mit Caterern und weiteren Kooperationspartnern ergänzen resp. vertiefen bestehende Vorgaben für die Ernährung in Tagesstrukturen oder Labels.

Zur Förderung der Qualitätsstandards hat der Schweizer Verband für Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie (SVG) die Figur «Das Kleine Gewissen» geschaffen. Sie unterstützt und motiviert alle Beteiligten bei der Umsetzung.

Verpflegung im Personalrestaurant

Mit der Umsetzung der Qualitätsstandards soll das Angebot im Personalrestaurant so gestaltet werden, dass die gesunde Wahl zur einfachen Wahl wird. Dazu gehört zum einen eine Menuplanung auf Grundlage der Schweizer Lebensmittelpyramide sowie der Ernährungsempfehlungen für ein genussvolles Essen und Trinken. Zum anderen muss auch der Rahmen stimmen, also das Ambiente, die Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden in der Küche und an der Ausgabe sowie mit den Gästen und nicht zuletzt der Preis.

Damit die Qualitätsstandards umgesetzt werden können, müssen einfache und zeitsparende Hilfsmittel zu Verfügung stehen, welche die Gastronomiebetriebe bei Fragen zum Angebot von Gerichten und Getränken sowie zu deren Zubereitung und Präsentation unterstützen.

Zur Förderung und Verbreitung der Schweizer Qualitätsstandards für eine gesundheitsfördernde Gemeinschaftsgastronomie hat der Schweizer Verband für Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie SVG die Marke „Kleines Gewissen“ geschaffen. Ein komplexes und vielschichtiges Thema erhält damit einen einfachen und verständlichen Namen. Das Kleine Gewissen erleichtert die Umsetzung der Qualitätsstandards mit verschiedenen einfachen und attraktiven Hilfsmitteln.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 09.10.2018

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