Gemeinschaftsgastronomie: Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern

Gesunde und nachhaltige Rezepte für Tagesstrukturen

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10.11.2025: Die Schweizerische Gesundheitsstiftung RADIX hat im Rahmen eines Wettbewerbs gesunde und nachhaltige Rezepte für Mittagstische und Tagesstrukturen gesammelt und ausgewählte davon in einer Broschüre veröffentlicht – von Asiatischem Reis mit Tofu bis Vegischnitzel mit Gemüse. Das Rezeptheft soll Mittagstische unterstützen und Kinder für eine ausgewogene Ernährung begeistern. Auch Eltern kann sie als Inspiration dienen. RADIX ist vom BLV beauftragt, die Schweizer Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsgastronomie in der Praxis zu verankern.

In der Schweiz verpflegen sich täglich fast eine Million Personen in der Gemeinschaftsgastronomie. Wenig überraschend, hat sie grossen Einfluss auf die Ernährung der Bevölkerung. Das BLV setzt sich für eine gesundheits- und nachhaltigkeitsfördernde Gemeinschaftsgastronomie ein und konkretisiert dieses Ziel in Schweizer Qualitätsstandards.

Die Gemeinschaftsgastronomie gliedert sich in drei Bereiche:

  • Business: zum Beispiel Personalrestaurants in Unternehmen oder Mensas in Hochschulen für Studierende und Lehrpersonen
  • Education: zum Beispiel Schulrestaurants oder Mittagstische für Kinder und Jugendliche
  • Care: Restauration in Pflegeeinrichtungen für Patientinnen und Patienten
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Der Bund hat 2009 mit der Ausarbeitung von Schweizer Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsgastronomie begonnen. Im Rahmen der Schweizer Ernährungsstrategie 2017–2024 wurden sie vom BLV weiterentwickelt. Ziel ist es, Fachpersonen der Gemeinschaftsgastronomie bei ihrer kontinuierlichen Verbesserung zu unterstützen und ein ausgewogenes und nachhaltiges Verpflegungsangebot zu fördern.

Praxisleitfaden für die kontinuierliche Verbesserung

Das BLV hat die Qualitätsstandards für die drei Bereiche der Gemeinschaftsgastronomie in Leitfäden zusammengefasst. Diese gelten als Referenz für die Schweiz und richten sie sich an die Fachpersonen der Gemeinschaftsgastronomie, wie zum Beispiel:

  • Professionelle Köchinnen und Köche sowie Küchen- und Servicepersonal
  • Restaurantbetreiberinnen und -betreiber
  • Verantwortliche für den Einkauf
  • Zuständige für das Personalrestaurant eines Unternehmens
  • Führungspersonen in Gemeinschaftsgastronomieunternehmen
  • Diätköchinnen und -köche
  • Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter Restauration

Die Leitfäden können auch im Rahmen von Schulungen verwendet werden.

Mittels Selbstbeurteilung zur Standortbestimmung 

Zusätzlich zu den Leitfäden steht den Akteurinnen und Akteuren der Gemeinschaftsgastronomie ein Onlinetool zur Selbstbeurteilung zur Verfügung. Damit profitieren sie von Empfehlungen, kostenlosen Informationen und vertraulichen Ergebnissen. Letztere können für die kontinuierliche Verbesserung verwendet werden, oder auch um Optimierungen für die Kundschaft und innerhalb des Unternehmens sichtbar zu machen.

Das Ziel sind die kontinuierliche Verbesserung und das Setzen von realistischen Zielen. Es geht nicht darum, gleich bei der ersten Teilnahme die Höchstpunktzahl zu erreichen. Die Selbstbeurteilung sollte alle zehn Monate durchgeführt werden. So erfolgt sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten und trägt damit der Saisonalität des Betriebs Rechnung.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 10.11.2025

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