Piercing und Tattoo

Eine Tätowierung oder eine gepiercte Zunge sind auch in der Schweiz salonfähig. Wer sich dafür interessiert, sollte sich der möglichen Risiken bewusst sein. Die Eingriffe sind nicht harmlos.

Tätowier-Farben

Aktuell

Tätowier-Farben: neue EU-Verordnung

04.01.2022: In der Schweiz sind schon seit mehreren Jahren gesetzliche Anforderungen an Tätowier- und Permanent Make-Up-Farben in der Verordnung über Gegenstände für den Humankontakt festgelegt. Diese basieren auf einer Resolution des Europarats und regeln den Einsatz von Substanzen in solchen Farben. Besonderes bedenkliche Substanzen, wie z.B. solche mit nachweislich krebserregenden Eigenschaften, sind dadurch bereits heute verboten. In der EU wurde mit der aktuellen Verordnung (EU) 2020/2081 eine Regulierung über das Chemikalienrecht neu eingeführt. Die Schweiz prüft zurzeit diese Regelung und passt im laufenden Revisionsverfahren gegebenenfalls die Verordnung entsprechend an. Die laufende Revision tritt voraussichtlich Mitte 2023 in Kraft. Entsprechende Übergangfristen sind vorgesehen.

Tattoos: gezeichnet fürs Leben

Beim Tätowieren werden Farbpigmente in die Dermis-Schicht der Haut eingebracht. Dabei entsteht eine oberflächliche Wunde und damit die Gefahr einer Infektion. Schlimmstenfalls werden Infektionskrankheiten wie Hepatitis und Aids übertragen. Zudem können die eingeritzten Farbpigmente Allergien auslösen.

Wer sich tätowieren lässt, zeichnet sich fürs Leben. Auch wenn eine Tätowierung später entfernt wird, bleiben oft Spuren zurück. Nicht alle Pigmente lassen sich restlos entfernen. Eine Behandlung zur Entfernung von Tattoos ist teuer und schmerzhaft.

Piercing: Stichhaltige Argumente dagegen

Wenn Körperschmuck in Nabel, Nase, Lippen oder Zungen gestochen wird, muss mit Komplikationen gerechnet werden. Besonders heikel ist das Durchstechen der Zunge, denn schon während des Eingriffes können schwere Komplikationen auftreten. Aber auch die Zähne sind gefährdet. Da der Piercingknopf ständig an die Zähne schlägt, kann der Zahnschmelz geschädigt werden. Auch führen kobalt- oder nickelhaltige Piercingknöpfe häufig zu Allergien. Personen, die von einer Nickel-Kontaktallergie betroffen sind, bleiben meistens lebenslänglich allergisch, auch nach längerer Nickelkontakt-Freiheit.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 14.01.2022

Zum Seitenanfang

https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/gebrauchsgegenstaende/kosmetika-schmuck/piercing-und-tattoo.html