Ansteckende Pferdemetritis

Die ansteckende Pferdemetritis ist eine bakterielle Deckinfektion. Sie verursacht bei der Stute Entzündungen der Geschlechtsorgane. Beim Hengst ist die Infektion symptomlos. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Neben Pferden sind auch Esel, Maulesel, Maultiere und Zebras für die ansteckende Pferdemetritis empfänglich.

Das erste Anzeichen einer Ansteckung der Stute ist oft vermehrtes Umrossen. Die Stuten können wenige Tage nach dem Decken dünnflüssigen, eitrigen Vaginalausfluss zeigen. Die Erkrankung bei der Stute kann nach drei bis vier Wochen ohne Therapie abheilen, der Erreger bleibt aber vorhanden. Hengste zeigen keine Krankheitsanzeichen.

Ansteckung und Verbreitung  

Der Erreger, das Bakterium Taylorella equigenitalis, wird vorwiegend beim Deckakt übertragen. Angesteckte Hengste können die ansteckende Pferdemetritis weit verbreiten. Möglich ist auch eine Übertragung bei der künstlichen Besamung und bei unhygienischer Arbeitsweise des Pflegepersonals sowie des Tierarztes oder der Tierärztin.

Die Krankheit trat bisher in den USA, in Australien, Japan, Irland, Frankreich, England und anderen europäischen Ländern auf. In der Schweiz tauchte die Krankheit erstmals 1986 bei einer im Ausland gedeckten Stute auf. Einen Überblick über die Seuchenlage in der Schweiz bietet die Datenbank Tierseuchenfälle Schweiz.

Was tun?  

  • Es ist insbesondere auf die (Deck)Hygiene zu achten.
  • Bei der künstlichen Besamung eingesetzte Hengste müssen jährlich untersucht werden.

Es existiert kein Impfstoff gegen die Krankheit.

Die ansteckende Pferdemetritis ist eine zu bekämpfende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt oder der Bestandestierärztin melden.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 05.07.2017

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