Schweizer Ernährungsbulletin 2021

Was und wieviel essen wir zwischen den Hauptmahlzeiten? Wird im Tessin mehr Fisch gegessen als in der Deutschschweiz? Nehmen wir genügend Proteine zu uns?
Das Schweizer Ernährungsbulletin 2021 gibt Antworten zu diesen und anderen Fragen.

Titelblatt

Nach 2019 ist dies die zweite Ausgabe der Online-Publikation des Schweizer Ernährungsbulletins. Die Publikation besteht aus einer Sammlung von Berichten zu aktuellen Studien und Analysen rund um das Thema Ernährung, welche vom BLV durchgeführt oder (mit-)finanziert wurden.

Neben dem Gesamtbericht können die Beiträge einzeln als PDFs heruntergeladen werden:

Verkaufen, kaufen und konsumieren

Verkaufen, kaufen und konsumieren in den verschiedenen Gross- und Sprachregionen der Schweiz

Schweizweit wurden verschiedene Daten zu Einkauf, Verkauf und Konsum von Lebensmitteln verglichen. Für bestimmte Lebensmittelgruppen wie Fisch oder Milchprodukte lassen sich regionale Unterschiede ausmachen. So wird Fisch vermehrt in den französisch- und italienischsprachigen Regionen gegessen, Milchprodukte hingegen vermehrt in der Deutschschweiz.

Eier

Eier versorgen uns mit Mengen- und Spurenelementen

Die Laboratorien des BLV haben den Gehalt bestimmter Mineralien und Spurenelemente in Eiern untersucht. Eier sind eine wichtige Quelle für Jod und Selen.

Nährwertdatenbank

Die Schweizer Nährwertdatenbank – ein unentbehrliches Standardwerk

Enthält Trinkwasser mehr oder weniger Calcium als Mineralwasser? Sind Avocados eine gute Quelle für Vitamin D? Auf diese und andere Fragen kann die Schweizer Nährwertdatenbank antworten.
Angefangen hat alles mit einer einfachen Tabelle während des Zweiten Weltkriegs. Seit 20 Jahren betreibt, pflegt und aktualisiert das BLV die Schweizer Nährwertdatenbank und stellt sie kostenlos zur Verfügung. Sie richtet sich sowohl an die breite Öffentlichkeit wie an Fachleute.

Salz im Brot

Salz im Brot – darf es eine Prise weniger sein?

Rund ein Viertel des Salzes, das wir aufnehmen, stammt aus dem Brot, das wir essen. Umso wichtiger ist es, den Salzgehalt dieses beliebten Nahrungsmittels zu überwachen. Die Resultate des zweiten Brotmonitorings zeigen, dass die Salzmenge im Brot in den letzten fünf Jahren um 16% zugenommen hat. Der Einsatz von jodiertem Salz blieb hingegen konstant: In ca. 86% der Bäckereien wird es verwendet.

Nitratgehalt im Trinkwasser

Hat der Nitratgehalt im Trinkwasser einen Einfluss auf das Dickdarmkrebsrisiko?

Mit dem Auswaschen von Böden, die durch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung verunreinigt wurden, kann Nitrat ins Trinkwasser gelangen.
Der Nitratgehalt im Schweizer Trinkwasser wurde an knapp 900 Druckzonen gemessen. Mit den menuCH Daten wurde zudem die Nitratexposition der Bevölkerung berechnet. Anhand der festgestellten Mengen lässt sich nicht abschliessend beurteilen, ob die Situation besorgniserregend ist.

Snacks

Sind Snacks in aller Munde?

In der Schweiz werden im Durchschnitt 5.4 Mahlzeiten pro Tag verzehrt, davon 2.7 Zwischenmahlzeiten. Das Zvieri ist die beliebteste Zwischenmahlzeit, bei der meist Wasser und Kaffee konsumiert werden, gefolgt von Lebensmitteln, die an der Spitze der Schweizer Ernährungspyramide angesiedelt sind. Mit Snacks wird ein Viertel des täglichen Energiebedarfs gedeckt.

Portiongrösse

Von was essen wir wieviel?

Laut der ersten Schweizer Ernährungserhebung menuCH sind die am meisten konsumierten Lebensmittel Wasser, Kaffee und Tee sowie Brot, Milch, Früchte und Gemüse.
Im Vergleich zu den Schweizer Empfehlungen konsumiert die Bevölkerung grössere Mengen an Poulet und alkoholischen Getränken und kleinere Mengen Hülsenfrüchten und Milchprodukten.

Mikronährstoffe

Wie gut ist die Bevölkerung in der Schweiz mit Mikronährstoffen versorgt?

Laut der Ernährungserhebung menuCH leidet die Schweizer Bevölkerung insgesamt an einem Mangel an Mikronährstoffen wie Vitamin D, Jod und Folate. Frauen sind zudem ungenügend mit Eisen, Männer mit Zink und ältere Menschen mit dem Vitamin B12 versorgt.

Proteinkonsum

Proteinkonsum in der Schweiz

Die Auswertung der durch menuCH erhobenen Daten zeigt, dass rund 27 Prozent der Schweizer Bevölkerung zu wenig Proteine zu sich nehmen. Bei den hochbetagten Menschen liegt der Wert sogar bei 50 Prozent. Das ist besorgniserregend, da es insbesondere im Alter wichtig ist, den Muskelabbau zu verlangsamen. Die drei wichtigsten Eiweissquellen sind Fleisch-, Milch- und Getreideprodukte. Pflanzliche Eiweisse machen rund einen Drittel, tierische Eiweisse rund zwei Drittel der Proteinzufuhr aus.

Letzte Änderung 20.09.2021

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