Bakterien in Lebensmitteln
Campylobacter und Salmonellen sind die Bakterien, die sich am häufigsten über Lebensmittel auf den Menschen übertragen und Krankheiten verursachen. Sie vermeiden Infektionen, wenn Sie die wichtigsten Hygieneregeln in der Küche beachten.
Anstieg der lebensmittelbedingten Erkrankungen
2025 stieg die Zahl der Erkrankungen, die über Lebensmittel übertragen werden. Konsumierende können sich mit einfachen Hygieneregeln schützen.
Neben Campylobacter und Salmonellen treten häufig auch Listerien sowie Shigatoxin produzierende E. coli-Bakterien (STEC) in Lebensmitteln auf.
Infektionen vermeiden Sie, indem Sie einfache Hygienemassnahmen im Umgang mit Lebensmitteln beachten. Ausserdem ist Händewaschen nach dem Kontakt mit Tieren wichtig.
Campylobacter
Campylobacter (Campylobacteriose) ist die Infektion, die sich in der Schweiz und in Europa am häufigsten vom Tier auf den Menschen überträgt. Solche Krankheiten nennt man Zoonosen. Die Campylobacteriose verursacht beim Menschen eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes, die rund eine Woche dauern kann, manchmal mit Spitalaufenthalt. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, wässrige oder blutige Durchfälle und erhöhte Temperatur. Auch Erbrechen und hohes Fieber können auftreten.
Die Ansteckung erfolgt über ungenügend erhitzte Lebensmittel, vor allem Geflügelfleisch, oder durch direkten Tierkontakt. Auf Reisen können auch verunreinigte Wasserquellen, vor allem in südlichen Ländern, eine Gefahr sein.
Ärztinnen und Ärzte melden jedes Jahr 7000 bis 8000 erkrankte Personen beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Da sich nicht alle Betroffenen ärztlich behandeln lassen, liegt die tatsächliche Fallzahl deutlich höher.
Salmonellen
Eine Salmonelleninfektion (Salmonellose) zeigt sich durch plötzlich einsetzende Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen, Fieber sowie Kopf- und Bauchschmerzen. Salmonelleninfektionen müssen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeldet werden: Infektionskrankheiten melden BAG
Die Ansteckung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel. Besonders riskant sind Geflügel, Eier, Eierspeisen, nicht pasteurisierte Milch und Fleischprodukte. Während der Produktion können auch Wasser, Geräte oder Personen zur Verunreinigung beitragen.
Listerien
Bei gesunden Menschen verläuft eine Listeriose meist mild oder unbemerkt. Bei jungen Menschen, älteren Personen, Frauen in der Schwangerschaft und bei Personen mit geschwächtem Immunsystem, kann sie jedoch einen schweren Verlauf nehmen und lebensbedrohlich sein. In der Schwangerschaft drohen eine Fehlgeburt oder schwere Erkrankungen des Neugeborenen.
Die Ansteckung erfolgt durch rohe, kontaminierte Lebensmittel tierischer Herkunft wie Fleisch, geräucherter Fisch, Wurstwaren oder Weichkäse, aber auch durch zusammengesetzte Lebensmittel oder seltener durch Kontakt mit infizierten Tieren.
Enterohämorragische Escherichia coli (EHEC)
EHEC-Infektionen sind in der Schweiz selten, können aber schwer verlaufen. Die Erkrankung äussert sich durch krampfartige Bauchschmerzen, Fieber, Darmkoliken und blutigen Durchfall. Manchmal treten wässrige Durchfälle auf. Die Sterberate liegt bei rund 3,5 %.
E. coli-Bakterien gehören zur natürlichen Darmflora des Menschen. EHEC sind krankmachende Stämme des E. coli-Bakteriums, die vor allem über nicht genügend erhitztes Hackfleisch, nicht pasteurisierte Milchprodukte oder kontaminierte Lebensmittel wie Sprossen übertragen werden. Auch verunreinigtes Wasser und Tierkontakt können zur Ansteckung führen.
