Salzreduktion
Die Menschen in der Schweiz essen deutlich mehr Salz als empfohlen. Zu viel Salz kann sich negativ auf den Blutdruck auswirken und damit die Gesundheit gefährden. Das BLV setzt sich deshalb für eine Reduktion des Salzkonsums ein.
Wir essen zu viel Salz
Maximal 5 Gramm pro Tag wären gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen – tatsächlich nimmt die Schweizer Bevölkerung fast 9 Gramm und damit rund 75 Prozent mehr zu sich. Weniger Salz zu essen, unterstützt die eigene Gesundheit und kann zum Beispiel hohen Blutdruck senken.
Mehr Informationen:
Erfassung des Salzkonsums in der Schweiz: Salzstudie 2022-2023
So können Sie den Salzkonsum im Alltag reduzieren
- Möglichst oft selbst kochen und frische statt verarbeitete Produkte verwenden.
- Die Mahlzeit zuerst probieren, bevor Sie salzen oder zu Würzmitteln greifen.
- Mit Kräutern, Gewürzen oder anderen Geschmacksgebern würzen und erst zum Schluss salzen.
- Die Menge an Salz, Bouillon, Streuwürze oder Sojasauce schrittweise reduzieren, damit sich der Gaumen leichter umgewöhnt.
- Die Nährwertkennzeichnung auf den Verpackungen lesen und Produkte vergleichen – der Salzgehalt muss angegeben sein.
Besonders salzhaltige Lebensmittel
Brot und Backwaren, Käse, Fleischprodukte, Fertiggerichte, salzige Snacks und Suppen tragen am stärksten zum Salzkonsum bei. Ein Gramm Salz steckt zum Beispiel in:
- 1 Brötchen
- 20 g Rohschinken
- 80 g Hartkäse
- 1 dl Crèmesuppe
Auch viele Würzmittel enthalten grosse Mengen Salz:
- Sojasauce
- Streuwürze
- Bouillon
- Flüssigwürzmittel
Mehr Informationen:
Salz im Brot
Brot und Backwaren liefern mehr als ein Viertel der täglichen Salzaufnahme. Der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband strebt 1.3 bis 1.5 g Salz pro 100 g Brot an.
Ein nationales Brotmonitoring zeigte 2014, dass die gewerblich hergestellten Ruch- und Halbweissbrote im Mittel 1.5 g Salz pro 100 g Frischbrot enthielten. Obwohl dies weniger Salz war als in früheren Untersuchungen, lag rund die Hälfte der Brote über dem Zielwert des Verbandes von 1.5 g.
2019 folgte eine erneute Untersuchung. Gewerblich hergestellte Brote enthielten im Mittel 1.7 g Salz pro 100 g Frischbrot, industriell hergestellte 1.4 g. Die Resultate zeigen, dass das Ziel erreichbar ist, jedoch noch nicht konsequent umgesetzt wird.
Optimierung des Salzgehaltes im Rahmen der Schweizer Ernährungsstrategie
Das BLV will im Rahmen der Schweizer Ernährungsstrategie den Salzgehalt in verarbeiteten Lebensmitteln weiter senken. Sie liefern den grössten Anteil des täglich aufgenommenen Salzes.
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Spezialitätensalze
Spezialitätensalze wie Fleur de Sel, Himalaya-, Persisches, Bambus- oder Hawaii-Salz werden oft als natürlicher oder gesünder angepriesen. Ihre Zusammensetzung war jedoch kaum bekannt. Das BLV hat deshalb 25 in der Schweiz erhältliche Salze untersucht. Die Analyse zeigt: Alle getesteten Salze bestehen hauptsächlich aus Natriumchlorid. Weitere Elemente wie Jod, Eisen oder Zink kommen nur in Spuren oder gar nicht vor. Spezialitätensalze bieten keine Vorteile gegenüber handelsüblichem Speisesalz. Wegen ihres geringen Jodgehaltes eignen sie sich nicht als Ersatz für jodiertes Speisesalz.
Empfehlung
Das BLV empfiehlt, unjodierte Spezialitätensalze nicht täglich und nicht als Ersatz für jodiertes Speisesalz zu verwenden
