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Nicht mehr, aber jodiertes Salz!

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Jodiertes Salz in verarbeiteten Lebensmitteln trägt wesentlich zur Jodversorgung der Schweizer Bevölkerung bei. Dabei sollte der Salzkonsum nicht steigen.

Warum Jod wichtig ist

Durch Eiszeiten und Erosion enthalten die Schweizer Böden nur wenig Jod. Lebensmittel aus der Region sind deshalb jodarm. Ein Mangel kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Früher waren Trägheit, Kropf und Kretinismus in der Schweiz weit verbreitet.

Jodiertes Salz im Haushalt und in verarbeiteten Lebensmitteln ist heute die wichtigste Jodquelle in der Ernährung (51%). Weitere Quellen sind Milchprodukte (26%) sowie Fisch und Meeresfrüchte (9%).

Versorgen Sie sich mit genügend Jod, indem Sie

  • Lebensmittel geniessen, die natürlicherweise Jod enthalten,
  • beim Kochen und am Esstisch wenig, aber jodiertes Salz verwenden, und
  • verarbeitete Lebensmittel wählen, die mit jodiertem Salz hergestellt wurden

Gut zu wissen

Dem Jod auf der Spur – Forschung zu Jod

Das BLV überprüft alle fünf Jahre den Jodstatus von Schulkindern und schwangeren Frauen. Das Monitoring 2020–2022 zeigt: Schulkinder sind ausreichend versorgt, der Jodstatus schwangerer Frauen bleibt jedoch unzureichend und hat sich gegenüber 2014 verschlechtert. Jodhaltige Nahrungsergänzungsmittel verbessern die Versorgung nachweislich.

Mehr Informationen:

Monitoring zur Jod-Versorgung der Schweizer Bevölkerung

Die Supplementierung stillender Mütter mit jodhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln soll Säuglinge mit ausreichend Jod versorgen.
Eine Studie des BLV untersucht, wie diese Supplementierung die Jodkonzentration in der Muttermilch beeinflusst.

Mehr Informationen:

Stellen Jod-Tabletten für stillende Mütter die Jod-Versorgung von Säuglingen sicher?

Weitere Forschungsprojekte verfolgten den Weg des Jods vom Tierfutter über die Milch bis in den Käse. Die Ergebnisse zeigen: Für eine optimale Jodversorgung besteht weiterhin Potenzial.

Mehr Informationen:

Milch und Milchprodukte als Jodlieferanten – welche Faktoren beeinflussen den Gehalt?