Milch und Milchprodukte als Jodlieferanten – welche Faktoren beeinflussen den Gehalt?
Milch und Milchprodukte sind potenziell gute Jodquellen, ihr Gehalt schwankt jedoch stark. Forschungsprojekte des BLV zeigen, welche Faktoren die Jodkonzentration beeinflussen und wie sie gezielter zur Jodversorgung der Bevölkerung beitragen können.
Wovon hängt die Jodkonzentration in der Milch ab?
Jod ist ein essenzielles Spurenelement für Menschen sowie für Kühe und ihre Kälber. Milch und Milchprodukte enthalten grundsätzlich Jod; der Jodgehalt kann aber stark schwanken. Milch und Milchprodukte gelten deshalb nicht als zuverlässige Jodquellen.
Die Jodkonzentration in Kuhmilch hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen der Betriebstyp, die Jahreszeit, die Fütterung, der Einsatz jodhaltiger Desinfektionsmittel sowie Substanzen in Futterpflanzen, die die Aufnahme von Jod hemmen.
Vom BLV finanzierte Forschungsprojekte untersuchten, welche Faktoren den Jodgehalt in Milch und Milchprodukten beeinflussen und über welche Mechanismen dies geschieht. Sind die zentralen Einflussgrössen bekannt, lassen sich gezielte Massnahmen ergreifen, um die Jodversorgung der Bevölkerung zu verbessern.
Forschungsprojekte zu Milch und Milchprodukten
Diese Forschungsprojekte liefern die wissenschaftlichen Grundlagen, um Milch und Milchprodukte gezielter zur Jodzufuhr zu nutzen.
Forschungsergebnisse dank Zusammenarbeit
Die Forschungsergebnisse stammen aus Teilprojekten im Rahmen einer Dissertation am Laboratorium für Humanernährung der ETH Zürich. Agroscope Posieux und die Gruppe für Tierernährung der ETH Zürich unterstützten die Fütterungsversuche mit Milchkühen. Die Untersuchungen zur Saisonalität des Milchjodgehalts sowie zur Diffusion von Jod in reifenden Käselaiben entstanden in den Laboratorien des BLV in Zusammenarbeit mit Agroscope Liebefeld.