Zum Hauptinhalt springen

Maul- und Klauenseuche (MKS)

Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Klauentieren. Sie verursacht grosses Tierleid und hohe wirtschaftliche Schäden. Die Schweiz ist frei von MKS, doch ein rasches Erkennen und konsequentes Handeln bleiben entscheidend.

Grundlagen zur Krankheit

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine verheerende Tierseuche, die sich sehr schnell ausbreitet und innert kurzer Zeit alle Klauentiere eines Betriebes befallen kann. Sie verursacht grosses Tierleid und erhebliche wirtschaftliche Schäden. Alle Paarhufer sind für MKS empfänglich. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich. Die Schweiz ist frei von MKS.

Symptome und Verlauf

Die Krankheitsanzeichen unterscheiden sich je nach Tierart. MKS ist hochansteckend, meist erkranken alle Tiere einer Herde. Jungtiere können an der Krankheit sterben, insgesamt ist die Sterblichkeit jedoch relativ tief.

  • Rinder entwickeln Bläschen am Flotzmaul, an der Maulschleimhaut, der Zunge, im Klauenbereich und an den Zitzen. Die schmerzhaften Klauenveränderungen führen zu Lahmheit, trippelndem Gang und vermehrtem Liegen. Typisch sind zudem starkes Speicheln, Kaustörungen, Schmatzgeräusche sowie Fieber, Fressunlust und Teilnahmslosigkeit.
  • Schweine zeigen meist mildere Allgemeinsymptome. Der Klauenbereich ist jedoch stärker betroffen, was zu akuter Lahmheit und häufigem Liegen führt. Bei Ferkeln kann es zu plötzlichen Todesfällen kommen.
  • Schafe und Ziegen erkranken oft mild. Die Bläschenbildung ist weniger stark ausgeprägt, weshalb Infektionen unbemerkt bleiben können.

Vorkommen und Verbreitung

Der Erreger bleibt in Rohmilch, ungenügend erhitzten Milchprodukten sowie in Gefrier- oder Pökelfleisch über Monate ansteckend. In Stallschmutz, Mist und Jauche überlebt er im Sommer bis zu zwei Wochen, im Winter bis zu drei Monate.

Die Übertragung erfolgt durch direkten Tierkontakt. Alle Ausscheidungen infizierter Tiere enthalten den Erreger. In feinsten Tröpfchen kann er über die Luft verbreitet und mit dem Wind über weite Distanzen transportiert werden. Auch infizierte Tiere ohne sichtbare Krankheitszeichen – insbesondere Schafe und Ziegen – können das Virus weitergeben. Zusätzlich ist eine indirekte Übertragung über Geräte sowie über erregerhaltige Fleischabfälle und Milchprodukte möglich.

Diagnostik, Bekämpfung und Schutz

Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um eine Ausbreitung zu verhindern. Bei Verdacht greifen klare Meldewege und seuchenpolizeiliche Massnahmen zum Schutz der Tierbestände.