Von 2021 bis 2024 unterstützte das BLV 134 Forschungsprojekte. Die Ergebnisse liefern den Verwaltungseinheiten eine verlässliche wissenschaftliche Grundlage, um ihre operativen Ziele zu erreichen und Massnahmen wirksam umzusetzen.
Zahlen und Fakten
Projektphasen
Zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 31. Dezember 2024 umfasste das Forschungsportfolio des BLV insgesamt 134 Projekte. Per Ende 2024 waren:
40 Projekte bei der zuständigen Forschungsstelle in Bearbeitung,
46 Projekte abgeschlossen, das heisst der Schlussbericht lag vor und der Wissenstransfer hat stattgefunden, und
die Ergebnisse von 48 Projekten sind vollständig umgesetzt worden.
Der angestrebte Projektstatus ist «Ergebnisse umgesetzt». Er zeigt, dass die definierten Umsetzungsziele erreicht wurden. Um zu erkennen, welche Faktoren eine erfolgreiche Nutzung der Ergebnisse begünstigen, untersuchte das BLV die Projekte mit diesem Status vertieft.
Die wichtigsten Faktoren, die eine erfolgreiche Nutzung der Forschungsergebnisse fördern, sind:
Die Projektergebnisse decken einen unmittelbaren Bedarf des BLV. Ein Beispiel dafür ist die Validierung einer Methode zur Sanierung der Moderhinke. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt fliessen in das nationale Programm zur Bekämpfung der Moderhinke ein.
Ein externer Partner, zum Beispiel die Branche, ist mit der Umsetzung der Projektergebnisse beauftragt.
Ziel jedes Projekts sind Nutzen und Umsetzung seiner Ergebnisse, entweder direkt durch das BLV oder durch vom BLV beauftragte Dritte.
Forschungsprojekte nach Themengebieten
Forschungsprojekte zu veterinärmedizinischen Themen, insbesondere zu Tiergesundheit und Tierschutz, bilden den grössten Anteil der vom BLV unterstützten Projekte.
Wie werden die Forschungsergebnisse genutzt?
Die geplanten Umsetzungsziele der bis Ende 2024 abgeschlossenen Forschungsprojekte dienen überwiegend der Risikoeinschätzung (Risk Assessment = A-Kategorie).
Das BLV arbeitet mit verschiedenen Forschungsinstitutionen zusammen
In der Berichtsperiode 2021–2024 vergab das BLV die meisten Forschungsprojekte an Universitäten. Einige Projekte bearbeitete der Fachbereich Tierschutz des BLV selbst.
Die finanziellen Investitionen
In den Jahren 2021 bis 2024 investierte das BLV jährlich rund 3 Millionen Franken in die Forschung.
Projektauswahl
Die Forschungsaktivitäten im Bereich Tiergesundheit und «One Health» zielen darauf ab, zentrale Akteure stärker einzubeziehen, die Biosicherheit zu verbessern und den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren. Zudem unterstützt das BLV die Entwicklung von Impfstrategien, den Ausbau der Diagnostik, die bessere Nutzung bestehender Datenbanken sowie die Verbesserung der Datenqualität. Ergänzend braucht es Forschung zu Überwachungs- und Monitoring-Systemen, um Lücken in der Seuchenüberwachung, der Früherkennung sowie der Einschätzung neuer Risiken sowie der Überwachung von Antibiotikaresistenzen und -verbrauch zu schliessen.
Für den Tierschutz ist es zentral, die Bedürfnisse der Tiere wissenschaftlich zu erforschen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sowohl Tierhaltende und Fachpersonen als auch die breite Bevölkerung diese Bedürfnisse verstehen. Forschung, die fundiert ist und konkrete Tierschutzprobleme adressiert, kann nachhaltige Verbesserungen im Tierschutz bewirken.
Wie reagieren Nutztiere auf Hitzestress und welche Massnahmen helfen dagegen?
Von Gebrauchs- und Bedarfsgegenständen können Risiken für die menschliche Gesundheit ausgehen. Diese Risiken entstehen durch natürliche Inhaltsstoffe, Schadstoffe oder durch Krankheitserreger wie Mikroorganismen und Viren. Um solche Gefahren zu erkennen und zu verstehen, ist gezielte Forschung nötig. Eine wichtige Grundlage für eine umfassende Risikobewertung ist die Ermittlung, wie stark der Mensch diesen Risiken ausgesetzt ist.
Die Forschungsprojekte im Bereich Artenschutz schaffen Grundlagen, um die Artenschutzbestimmungen im internationalen Handel einzuhalten und die Gesetzgebung wirksam umzusetzen. In der Periode 2021–2024 konzentrierte sich die Ressortforschung des BLV in diesem Bereich auf Rosenholz.
Lebensmittel können Risiken für die menschliche Gesundheit bergen, etwa durch natürliche Inhaltsstoffe, Schadstoffe oder Krankheitserreger. Um diese Gefahren zu erkennen und zu verstehen, braucht es gezielte Forschung. Eine umfassende Risikobewertung basiert darauf, basiert darauf, zu ermitteln, wie stark die Bevölkerung diesen Gefahren ausgesetzt ist.
Eine ausgewogene Zusammenstellung von Lebensmitteln und Mahlzeiten ist entscheidend für eine gesunde Ernährung. Das BLV unterstützt deshalb Forschungsprojekte, die die Zusammensetzung von Lebensmitteln und Mahlzeiten verbessern. Im Fokus stehen Fragen zum Kaufverhalten, zur Wirksamkeit von Ernährungsempfehlungen und zu deren Umsetzung im Alltag.