Equine infektiöse Anämie (EIA)
Die Equine Infektiöse Anämie (EIA) ist eine Viruserkrankung bei Pferden mit teils schwerem Verlauf. Die Krankheit tritt vereinzelt in Europa vereinzelt auf. Für Menschen ist sie nicht gefährlich.
Grundlagen zur Krankheit
Die Equine Infektiöse Anämie (EIA), auch ansteckende Blutarmut der Einhufer genannt, ist eine Viruserkrankung bei Pferden. Der Erreger ist ein Lentivirus. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
In der Schweiz wurde die Krankheit zuletzt im Juli 2017 gemeldet.
EIA – auch ansteckende Blutarmut der Einhufer genannt – kann unterschiedlich verlaufen. Je nach Verlaufsform zeigen sich verschiedene Symptome.
Symptome und Verlauf
Je nach Verlaufsform der Krankheit sind die Symptome unterschiedlich:
- Akute Form: Typisch sind hohes, wiederkehrendes oder schwankendes Fieber, starke Muskelschwäche, Koordinationsstörungen, Zittern sowie gelblich oder rötlich verfärbte Maulschleimhaut. In seltenen Fällen treten plötzliche Todesfälle auf.
- Chronische Form: Die Tiere magern ab, wirken müde und zeigen Leistungsabfall. Oft tritt Fieber nach Belastung auf. Auch ohne erkennbare Symptome bleiben sie Träger des Virus.
Vorkommen und Verbreitung
Die Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich durch blutsaugende Insekten (zum Beispiel Mücken, Fliegen oder Bremsen). Auch bei engem, langanhaltendem Kontakt zwischen Pferden kann das Virus übertragen werden – über Körperflüssigkeiten, Samen infizierter Hengste oder selten auch über die Milch und das ungeborene Fohlen.