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Tularämie

Tularämie (Hasenpest) ist eine seltene bakterielle Infektion, die vor allem Nager, Hasen und Kaninchen befällt. Auch Menschen können sich anstecken – meist durch Zeckenstiche, Insektenbisse oder den Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminiertem Material.

Grundlagen zur Krankheit

Tularämie, auch bekannt als Hasenpest, ist eine bakterielle Infektion bei Säugetieren und Menschen (d.h. eine Zoonose). Sie wird durch das widerstandsfähige Bakterium Francisella tularensis verursacht und befällt vor allem Nager wie Hasen und Kaninchen.

Symptome und Verlauf

Besonders empfänglich sind Nager, Hasen und Kaninchen. Seltener betroffen sind Schafe, Rinder, Pferde, Hunde, Katzen und Vögel.

Typische Symptome bei stark empfänglichen Tieren:

  • Fieber, Apathie, Atemnot
  • Appetitlosigkeit, erhöhter Durst (Polydipsie)
  • Entzündete Bindehaut (Konjunktivitis)
  • Bewegungsstörungen

Der Tod tritt meist 1 bis 2 Wochen nach der Infektion ein.

Vorkommen und Verbreitung

Die Krankheit wird durch Stiche oder Bisse von infizierten Zecken, Bremsen und Mücken sowie durch direkten Kontakt mit infizierten Nagern übertragen. Auch Vögel können Überträger sein. In der Natur halten Zecken und Nager die Infektion im Umlauf.

Tularämie beim Menschen

Menschen können sich über folgende Wege mit Tularämie anstecken:

  • durch Bisse oder Stiche (Zecken, Bremsen, evtl. Mücken)
  • durch Kontakt mit infiziertem Tierfleisch
  • über kontaminiertes Trinkwasser oder Staub
  • bei Laborarbeiten

Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Mehr dazu beim BAG: Tularämie / Hasenpest

Diagnostik, Bekämpfung und Schutz