Schaf- und Ziegenpocken
Schaf- und Ziegenpocken sind eine hochansteckende Viruserkrankung bei kleinen Wiederkäuern. Sie führen zu Fieber, Hautveränderungen und Atembeschwerden. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich.
Grundlagen zur Krankheit
Schaf- und Ziegenpocken sind eine hochansteckende Krankheit, die ausschliesslich kleine Wiederkäuer wie Schafe und Ziegen betreffen. Verursacher ist ein Virus der Gattung Capripoxvirus. Die Erkrankung ist durch Hautveränderungen und Fieber erkennbar.
Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
Symptome und Verlauf
Typisch sind Knötchen an Lippen, Augen, Nase, Euter und im Bereich der Geschlechtsorgane. Diese entwickeln sich zu Bläschen, die aufbrechen und verkrusten. Weitere Anzeichen sind Fieber, Speichelfluss, Nasen- und Augenausfluss sowie erschwerte Atmung.
Die Krankheit verläuft in zwei Formen:
- Bösartige Form: Vor allem Lämmer sind betroffen, von denen 50 bis 80 % sterben.
- Milde Form: Tritt vor allem bei erwachsenen Tieren auf. Die Sterblichkeit liegt bei 2 bis 5 %.
Vorkommen und Verbreitung
Das Virus kann in eingetrockneten Krusten bis zu sechs Monate überleben. Die Übertragung erfolgt meist durch direkten Kontakt zwischen infizierten und gesunden Tieren. Ausscheidungen wie Nasen- und Augenausfluss sowie Krustenmaterial enthalten grosse Mengen des Virus.
Eine Ansteckung über kontaminierte Geräte, Einatmen von Krustenmaterial oder durch stechende Insekten ist ebenfalls möglich.