Pferdeenzephalomyelitiden
Pferdeenzephalomyelitiden sind Viruserkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Empfänglich sind unter anderem Pferde und Menschen. Die Krankheit gilt deshalb als Zoonose.
Grundlagen zur Krankheit
Pferdeenzephalomyelitiden sind Viruskrankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Es gibt verschiedene Formen dieser Krankheiten:
Zu überwachende Tierseuchen:
- Westliche Enzephalomyelitis (WEE)
- Östliche Enzephalomyelitis (EEE)
- Japanische Enzephalitis (JE)
Zu bekämpfende Tierseuche:
- Venezolanische Enzephalomyelitis (VEE)
Neben Pferden können sich je nach Form verschiedene Säugetiere und Wildvögel infizieren. Einige dieser Krankheiten können beim Menschen ebenfalls schwere Erkrankungen verursachen.
Symptome und Verlauf
Die Erreger – sogenannte Alphaviren – infizieren vor allem Pferde, Vögel und wildlebende Säugetiere wie Nagetiere. Vögel sind meist symptomfrei. Bei erkrankten Pferden treten häufig folgende Symptome auf:
Apathie, hohes Fieber, Augenzittern und Bewegungsstörungen.
Die Sterblichkeit kann – je nach Form – bis zu 90% betragen.
Erkrankung beim Menschen
Menschen können sich durch infizierte Mückenstiche anstecken. Meist verläuft die Krankheit harmlos mit Fieber. In seltenen Fällen kann es zu einer schweren Hirnentzündung kommen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.
Reisetipp: Schützen Sie sich in betroffenen Regionen mit Insektenschutzmitteln vor Mückenstichen.
Vorkommen und Verbreitung
Die Viren werden durch den Stich infizierter Mücken übertragen. Pferde und Menschen können die Viren nicht weitergeben – weder direkt noch über Mücken.