Neosporose
Neosporose ist eine weltweit verbreitete Tierkrankheit. Besonders für Rinderhaltungen kann sie schwerwiegende Folgen haben – etwa Aborte oder Kälberverluste. Die Krankheit ist für Menschen nicht gefährlich.
Grundlagen zur Krankheit
Neosporose ist eine parasitäre Erkrankung, die vor allem bei Rindern und Hunden vorkommt.
Der Erreger Neospora caninum ist ein einzelliger Parasit. Hunde und andere Fleischfresser wie Kojoten sind seine Endwirte. Zwischenwirte sind vor allem Rinder, seltener auch andere Wiederkäuer, Pferde und Hunde. Füchse sind nicht betroffen.
Die Krankheit ist für Menschen nicht gefährlich.
Symptome und Verlauf
Erkrankungen treten vor allem bei jungen Hunden und bei trächtigen Rindern auf:
Bei Hunden:
- fortschreitende Lähmung der Hinterbeine
- Koordinationsstörungen, Zittern
- Fieber, erschwerte Atmung, Durchfall
Bei Rindern:
- häufige Ursache für Aborte und Kälberverluste
- Spätschäden bei Kälbern, z. B. Lähmung oder Koordinationsstörungen
- Andere Tierarten zeigen meist keine Symptome.
Vorkommen und Verbreitung
Neosporose kommt weltweit vor. In der Schweiz zählt sie zu den häufigsten Aborterregern des Rindes.
Die Ansteckung erfolgt über die mit den Parasiteneiern kontaminierte Umwelt (Futter, Wasser, Kot, Nachgeburten). Bei einer Infektion während der Trächtigkeit kann der Erreger sowohl bei Rindern wie auch Hunden über die Gebärmutter an die Föten weitergegeben werden.
Infizierte Hunde, die den Erreger über den Kot ausscheiden, spielen bei der Verbreitung eine grosse Rolle.