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Nager

Nager sind neugierige Tiere mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Ob in Gruppen oder einzeln gehalten – Meerschweinchen, Ratten, Rennmäuse und Goldhamster brauchen Raum, Rückzugsorte, Beschäftigung und viel Sorgfalt in der Pflege.

Meerschweinchen

Meerschweinchen sind soziale Nager und brauchen Artgenossen. Sie fühlen sich nur in Gruppen von mindestens zwei Tieren wohl. Ein geräumiges Gehege mit vielen Verstecken ist Pflicht.

Oft gelten sie als ideale Heimtiere für Kinder – das ist ein Missverständnis. Heben Kinder die Tiere hoch oder tragen sie herum, verfallen diese in Schreckstarre. Für die Tiere fühlt sich das an wie ein Angriff durch einen Raubvogel – sie reagieren mit Todesangst.

Beobachten Sie die Meerschweinchen stattdessen in ihrem gewohnten Umfeld. Wenn Sie das Gehege auf Tischhöhe stellen, können Sie die Tiere besonders gut beobachten.

Wichtig: Kein Mensch – und auch kein Kaninchen – ersetzt einen Artgenossen. Meerschweinchen fühlen sich nur in einer Gruppe wohl.

Ratten

Ratten sind sehr soziale, neugierige und lernfähige Nager. Sie dürfen nicht allein gehalten werden. Ratten brauchen Artgenossen, ein abwechslungsreiches Umfeld sowie viele Möglichkeiten zum Klettern, Nagen, Verstecken und Spielen.

Heimratten stammen von gezüchteten Laborratten ab. Diese wiederum gehen auf Wanderratten aus Asien zurück. Wenn man ruhig und feinfühlig mit ihnen umgeht, gewöhnen sich die Tiere schnell an Menschen und werden zutraulich.

Ein grosszügig eingerichtetes Rattenheim mit vielen Spiel-, Versteck- und Beschäftigungsmöglichkeiten fördert das natürliche Verhalten der Tiere.

Rennmäuse

Rennmäuse bauen weitverzweigte Tunnel und Höhlen und leben in der Natur in grossen Familiengruppen. Halten Sie Rennmäuse deshalb nie allein.

Diese Nager stammen aus den mongolischen Steppen und sind an extreme Bedingungen gewöhnt. Sie vertragen sowohl Kälte als auch Hitze und Trockenheit gut.

Rennmäuse eignen sich nicht zum Kuscheln – sie sind Tiere zum Beobachten.

Goldhamster

Goldhamster sind nachtaktive Einzelgänger mit grossem Bewegungsdrang. Sie graben gerne Tunnel und Gänge und brauchen viel Einstreu. Tagsüber ziehen sie sich zurück und benötigen Ruhe.

Goldhamster schlafen am Tag und werden erst nachts aktiv – oft laut und ungestüm. Hamsterkäfige gehören daher nicht in Schlaf- oder Kinderzimmer.

Diese Nager möchten für sich bleiben. Anders als viele andere Heimtiere leben sie lieber allein. Sie mögen keinen Körperkontakt. Wenn sie sich bedrängt fühlen – etwa von Kindern, die sie hochnehmen und streicheln wollen – beissen sie mitunter zu.

Beobachten Sie Goldhamster lieber in Ruhe. Ihr Verhalten ist spannend – und auch ohne Anfassen interessant.