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Chlamydienabort der Schafe und Ziegen

Der Chlamydienabort ist eine bakterielle Krankheit bei Schafen und Ziegen. Sie kann in Herden zu gehäuften Fehlgeburten führen. Auch Menschen können sich infizieren. Besonders schwangere Frauen sollten vorsichtig sein.

Grundlagen zur Krankheit

Der Chlamydienabort ist eine Infektionskrankheit, die durch häufig auftretende Aborte bei Schafen und Ziegen erkennbar ist. Sie wird durch den Erreger Chlamydia abortus verursacht.

Die Krankheit ist auf Menschen übertragbar und eine Zoonose. Der Erreger kann bei schwangeren Frauen zu Aborten führen. Entsprechend ist während der Schwangerschaft Vorsicht beim Umgang mit Schafen und Ziegen geboten. Schwangere Frauen sollten nicht bei der Geburtshilfe tätig sein.

Symptome und Verlauf

Typisch sind Aborte in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit – häufig kurz vor dem Ablammen.

Wird ein nichtträchtiges Tier oder ein Tier in der späten Trächtigkeit infiziert, kommt es meist erst in der nächsten Ablammsaison zur Fehlgeburt. Es können auch lebensschwache Lämmer geboren werden.

Vor dem Abort zeigen die Muttertiere selten Krankheitsanzeichen wie Koliken oder Ausfluss. In der Regel verlammen sie nur einmal und bleiben danach fruchtbar, tragen den Erreger aber weiterhin in sich und können ihn verbreiten.

Vorkommen und Verbreitung

Tiere stecken sich an, wenn sie Futter, Wasser oder Einstreu aufnehmen, die mit dem Erreger verunreinigt sind.

Bei einer Fehlgeburt wird der Erreger Chlamydia abortus in grosser Menge ausgeschieden – über das Fruchtwasser, die Nachgeburt und den Wochenfluss. Diese Materialien müssen unbedingt entfernt werden, bevor andere Tiere damit in Kontakt kommen.

Auch die Übertragung durch die Luft (Tröpfcheninfektion) ist bei engem Kontakt möglich. Ansteckung über den Deckakt oder die Milch ist möglich, spielt aber eine untergeordnete Rolle.

Der Erreger Chlamydia abortus kommt weltweit vor.

Diagnostik, Bekämpfung und Schutz