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Antitranspirante mit Aluminium

Antitranspirante enthalten Aluminium, um Schweissbildung zu hemmen – anders als Deos, die nur den Geruch überdecken. Ein Zusammenhang mit Brustkrebs konnte laut BLV nicht belegt werden. Diese Produkte sind gesetzlich geregelt und sicher.

Deo oder Antitranspirant? Der Unterschied liegt im Aluminium

Aluminium ist ein häufig vorkommendes chemisches Element. Es wird industriell genutzt, findet sich in Alltagsgegenständen, gewissen Lebensmitteln und Kosmetika – unter anderem in Antitranspiranten.

Im Alltag werden Antitranspirante und Deodorants oft gleichgesetzt, obwohl sie unterschiedlich wirken:

  • Antitranspirante enthalten Aluminiumsalze, die die Poren verschliessen und so die Schweissbildung hemmen.
  • Deodorants enthalten keine Aluminiumverbindungen. Sie überdecken Schweissgeruch mit Duftstoffen und wirken antibakteriell.

Kein Nachweis für Zusammenhang mit Brustkrebs

Seit Jahren wird diskutiert, ob Aluminium in Antitranspiranten gesundheitsschädlich sein könnte – insbesondere in Bezug auf Brustkrebs. Das BLV hat den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur geprüft:

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für einen kausalen Zusammenhang zwischen Aluminiumkontakt auf der Haut und Brustkrebs.

Die Bewertung stützt sich auf internationale Fachgremien, insbesondere auf den Bericht des wissenschaftlichen Ausschusses für Verbrauchersicherheit der EU, der im Jahre 2020 veröffentlicht und im März 2024 aktualisiert wurde (SCCS, 2024). Zudem hat das BLV das Schweizerische Zentrum für Angewandte Humantoxikologie (SCAHT) beauftragt, die Studienlage vertieft zu analysieren. Auch diese Recherche bestätigt das bisherige Ergebnis.

Gesetzlicher Schutz ist gewährleistet

Die aktuelle Gesetzgebung schützt die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten ausreichend. Antitranspirante gelten in der Schweiz – wie alle Kosmetika – als Gebrauchsgegenstände und müssen sicher sein.

  • Der Aluminiumgehalt ist einheitlich geregelt – sowohl in der Schweiz als auch in der EU.
  • Das BLV beobachtet laufend neue Erkenntnisse zur Aluminiumaufnahme über die Haut.
  • Bei Bedarf passt es die gesetzlichen Vorgaben an, um den Schutz weiterhin zu gewährleisten.