Ansteckende Pferdemetritis (CEM)
Die ansteckende Pferdemetritis ist eine bakterielle Deckinfektion bei Pferden. Stuten entwickeln eitrigen Ausfluss, während Hengste meist keine Symptome zeigen. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich.
Grundlagen zur Krankheit
Die ansteckende Pferdemetritis (CEM) ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem beim Decken übertragen wird. Verursacher ist das Bakterium Taylorella equigenitalis. Neben Pferden sind auch Esel, Maulesel, Maultiere und Zebras empfänglich. Für den Menschen stellt die Krankheit keine Gefahr dar.
Symptome und Verlauf
Ein erstes Anzeichen bei der Stute ist häufig, dass sie kurz nach dem Decken erneut rossig wird (Umrossen). Wenige Tage später kann ein dünnflüssiger, eitriger Vaginalausfluss auftreten. Ohne Behandlung heilt die Infektion oft nach drei bis vier Wochen ab – der Erreger kann jedoch im Genitaltrakt verbleiben.
Hengste zeigen keine Symptome.
Vorkommen und Verbreitung
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich beim natürlichen Deckakt. Auch eine Übertragung durch künstliche Besamung oder unhygienisches Arbeiten von Personal oder Tierärztinnen und Tierärzten ist möglich.
Angesteckte Hengste sind ein besonders hohes Risiko für die Verbreitung, da sie keine Anzeichen zeigen und über längere Zeit Träger bleiben können.