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Vegetarische und vegane Ernährung

Beide Ernährungsformen verzichten in unterschiedlicher Ausprägung auf tierische Produkte. Erfahren Sie, welche Varianten es gibt und was Sie bei der Nährstoffversorgung beachten sollten.

Eine Schüssel mit frischen, pflanzlichen Zutaten ist appetitlich angerichtet. Zu sehen sind unter anderem Kichererbsen, Quinoa, Salat, Gurken und weitere Gemüse.

Formen der vegetarischen und veganen Ernährung

Wer sich vegetarisch ernährt, verzichtet auf Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte. Es lassen sich folgende Varianten unterscheiden:

  • Ovo-Lacto-Vegetarierinnen und -Vegetarier essen ausschliesslich pflanzliche Lebensmittel sowie Eier und Milchprodukte wie Käse oder Joghurt.
  • Lacto-Vegetarierinnen und -Vegetarier verzichten nebst Fleisch auch auf Eier, essen aber Milchprodukte.
  • Ovo-Vegetarierinnen und -Vegetarier essen Eier, meiden aber Fleisch und Milchprodukte.
  • Veganerinnen und Veganer essen ausschliesslich pflanzliche Produkte.

Was das BLV empfiehlt

Eine ausgewogene ovo-lacto-vegetarische Ernährung liefert gesunden Erwachsenen ausreichend Nährstoffe wie Eisen, Zink, Kalzium und B-Vitamine.

Auch eine ausgewogene lacto-vegetarische Ernährung kann den Bedarf decken – vorausgesetzt, Sie essen täglich mehrere Milchprodukte. Ohne Eier kann einzig die Vitamin-B12-Zufuhr tiefer wie empfohlen ausfallen.

Bei einer ovo-vegetarischen Ernährung (kein Fleisch, keine Milchprodukte) lässt sich die Deckung der kritischen Nährstoffe mit der der veganen Ernährung vergleichen. Wer sich vegan ernährt, nimmt keine tierischen Produkte zu sich. Ohne sorgfältige Planung kann das zu Mängeln an Vitamin B12, Jod, Zink oder anderen B-Vitaminen führen. Da Vitamin B12 fast nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, müssen Sie es ergänzen, zum Beispiel in Tablettenform oder angereicherten Produkten. Alle anderen Nährstoffe lassen sich mit pflanzlichen Produkten abdecken, vorausgesetzt, Sie verfügen über fundiertes Ernährungswissen und wenden es konsequent an. Lassen Sie sich von einer Ärztin oder einem Arzt beraten, am besten begleitet von einer gesetzlich anerkannten Ernährungsberaterin oder einem Ernährungsberater.